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EU-Osterweiterung und der deutsche Mittelstand

Welche Auswirkungen hat die EU-Osterweiterung auf den industriellen Mittelstand in Deutschland? Die Geschäftsführer der betroffenen Unternehmen betrachten dieses Thema sehr ambivalent. Jeder vierte sieht vorwiegend Chancen, gut 30 Prozent sind der Ansicht, dass die Risiken überwiegen. Die Mehrheit jedoch hat beides im Blickfeld. Als Chance werden vor allem die durch die Erweiterung entstehenden neuen Märkte begriffen, andererseits sehen viele den vermehrten Wettbewerb und härteren Preisdruck als größtes Risiko.
 
In der Vergangenheit bevorzugten 55 Prozent der Unternehmen, die in den zehn neuen EU-Ländern investierten, die tschechische Republik. Diese Spitzenposition bei den kurz- und mittelfristig geplanten Direktinvestitionen wird in der Zukunft allem Anschein nach aber Polen einnehmen. Die Kriterien für die Auswahl eines Investitionsstandortes haben sich dabei nicht geändert: Die Teilnahme am Wachstum, die Erschließung eines regionalen Marktes sowie die niedrigen Lohnnebenkosten sind immer noch deutlich wichtiger als beispielsweise günstige Besteuerung oder die Reduzierung von Transportkosten.
 
Die Gründung von Tochtergesellschaften als Organisations- bzw. Rechtsform bei Direktinvestitionen wird in Zukunft an Bedeutung verlieren, wichtiger werden Strategische Allianzen und Joint Ventures sowie Mehrheits-/Minderheitsbeteiligungen. Investiert wird von 65 Prozent der Unternehmen in die Produktion, nur 35 Prozent wollen in den Vertrieb und lediglich 2,5 Prozent in die Forschung investieren.
Quelle: Dima Marktforschung; f.diesing@dima-mafo.de

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