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Ein Viertel der Deutschen informiert sich online über Wahlen

Wie schon im II. Quartal nutzten auch im III. Quartal 72 Prozent aller deutschen Erwachsenen das Internet zu Hause, am Arbeitsplatz oder anderswo. Hierbei zeigen sich nach wie vor geschlechtsspezifische Unterschiede: 77 Prozent der Männer, aber erst 67 Prozent der Frauen waren online.
 
Diese Zahlen veröffentlicht die Forschungsgruppe Wahlen in ihren aktuellen Internet-Strukturdaten. Knapp ein Viertel der Deutschen (24 Prozent) informierte sich im III. Quartal 2009 im Internet über Wahlen, Parteien oder Kandidaten, bezogen nur auf die Gruppe der Internet-Nutzer waren dies 33 Prozent. Auch hier zeigte sich ein geschlechtsspezifisches Nutzungsverhalten: In allen Altersgruppen informierten sich wesentlich mehr Männer als Frauen über Wahlen im Internet. Außerdem nutzten Jüngere diese Möglichkeit viel häufiger als Ältere. Zudem bediente sich gut ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) des Internets, um Nachrichten über Politik abzurufen. Bezogen nur auf die Internet-Nutzer waren dies 48 Prozent.
 
28 Prozent aller Internet-Nutzer nutzten mehr als zehn Stunden in der Woche das Internet. 44 Prozent waren zwischen drei und zehn Stunden online und weitere 27 Prozent unter zwei Stunden. Dabei waren Männer aller Altersgruppen deutlich häufiger zehn Stunden und länger online als Frauen.
 
Altersspezifische Unterschiede im Umgang mit dem Internet treten mittlerweile nur noch zwischen Bürgern unter und über 50 Jahren auf. In allen Altersgruppen bis 49 Jahren nutzten mindestens 90 Prozent das Internet: Im Einzelnen waren dies 98 Prozent der 18- bis 24-Jährigen, 97 Prozent der 25- bis 29-Jährigen, 94 Prozent der 30- bis 39-Jährigen und 90 Prozent der 40- bis 49-Jährigen. Bei den 50- bis 59-Jährigen waren es 78 Prozent und bei den über 60-Jährigen weit unterdurchschnittliche 34 Prozent. Größere geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen sich nur noch in der höchsten Altersgruppe: Der prozentuale Anteil der über 60-jährigen Männer, welche das Internet nutzten, lag bei 43 Prozent, jener der über 60-jährigen Frauen bei 27 Prozent. Der Abstand zwischen den beiden Gruppen verringerte sich damit aber im Vergleich zum II. Quartal (II. Quartal: Männer: 48 Prozent, Frauen: 24 Prozent).
 
Keine Veränderungen zum II. Quartal zeigen sich hinsichtlich der formalen Bildung. Während nahezu alle Deutschen mit Hochschulreife (93 Prozent) das Internet nutzten und auch 84 Prozent jener mit Mittlerer Reife, so waren es bei jenen mit Hauptschulabschluss und Lehre mehr als die Hälfte (56 Prozent) und bei jenen mit Hauptschule ohne Lehre unterdurchschnittliche 40 Prozent.
 
Nicht ganz so groß fallen die Unterschiede in Bezug auf die Berufsgruppenzugehörigkeit aus, doch nach wie vor waren die Arbeiter deutlich unterrepräsentiert (60 Prozent). Bei den einfachen bis mittleren Angestellten und Beamten nutzten 75 Prozent das Internet und bei den höheren Angestellten und Beamten sowie bei den Selbstständigen jeweils 80 Prozent.
 
Die Quartalsdaten basieren auf repräsentativen telefonischen Befragungen der Forschungsgruppe Wahlen von insgesamt 6.508 Deutschen ab 18 Jahren zwischen dem 21.07. und 17.09.2009.
Quelle: Forschungsgruppe Wahlen e.V.; www.forschungsgruppe.de

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