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Einwegverpackungen bei Getränken boomen trotz Pfand

Die Neuregelung des Getränkepfandes vom Mai 2006, angetreten, um Mehrweggebinden eine größere Vorrangstellung zu verschaffen, hat genau zum Gegenteil geführt. Einweg boomt. Wen wundert das, geben doch gerade mal 29 Prozent der Verbraucher an, auf Anhieb eine Einweggetränkeverpackung von einer Mehrweggetränkeverpackung unterscheiden zu können.
 
Dennoch greifen die Verbraucher beim Getränkeeinkauf noch vorwiegend zu Mehrwegverpackungen (45 Prozent). 14 Prozent kaufen vorwiegend Einweg und 38 Prozent gleichermaßen Einweg und Mehrweg. Die Verbraucher haben Gründe, Getränke in Einwegverpackungen zu kaufen: Diese Getränke sind wegen des fehlenden Kastens leichter zu transportieren, sagt die Hälfte der Einwegkunden. 41 Prozent begründen den Vorzug von Getränken in Einwegverpackungen mit dem günstigern Preis, dies sagen vor allem die Verbraucher im Alter zwischen 30 und 49 Jahren.
 
Befragt nach den Gründen für den Einkauf von Getränken in Mehrwegverpackungen, stehen ökologische Gründe und Müllvermeidung im Vordergrund: Mehrweg verursacht weniger Müll (59 Prozent), Wiederverwendbarkeit ist mir wichtig (46 Prozent) und aus ökologischen Gründen (36 Prozent).
 
Nach einer Selbsteinschätzung der Verbraucher fühlen sich 58 Prozent über die aktuelle Pfandregelung gut informiert, dennoch findet mehr als die Hälfte (51 Prozent) die derzeitige Regelung kompliziert, Männer deutlich mehr als Frauen. 68 Prozent der Befragten kennen, gestützt abgefragt, die Pfandsätze von Mehrweg, und 59 Prozent kennen die Pfandsätze von Einweggetränken.
 
Konfrontiert man die Verbraucher aber gleichzeitig mit richtigen und falschen Aussagen zum Getränkepfand, lassen sich viele durch Falschaussagen verwirren: z. B. sagen 31 Prozent, Mehrweg sei mit 25 Cent Pfand belegt und 23 Prozent geben an, nur Mehrweggetränke seien überhaupt mit Pfand belegt. 23 Prozent sagen wiederum beim Pfand von Mehrweg- und Einweggetränkeverpackungen gäbe es keinerlei Unterschied.
 
Zufrieden mit dem Angebot im Getränkehandel nach der Neuregelung des Getränkepfandes, zeigt sich gerade mal ein Drittel (34 Prozent) der Verbraucher. Die offenen Wünsche der Befragten gehen zwar in alle Richtungen, die meisten aber eindeutig in Richtung mehr Mehrweg. Viele wünschen sich eine generelle Vorrangstellung von Getränken in Mehrwegverpackungen (31 Prozent) oder mehr Säfte und Erfrischungsgetränke in Mehrwegverpackungen (26 Prozent).
 
Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Dialego. Die Online-Befragung in Deutschland mit insgesamt 1.000 Interviews wurde zwischen dem 6. und 17. August 2009 durchgeführt.
Quelle: Dialego; www.dialego.de

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