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Europäer beurteilen Krise unterschiedlich

Die Konjunkturerwartung in Europa 

 Die Konjunkturerwartung in Europa

Die Wirtschaftsdaten innerhalb der Europäischen Union bleiben sehr unterschiedlich. Die Wirtschafts- und Finanzkrise bestimmt nach wie vor die Stimmung - auch wenn die akute Gefahr durch den Schuldenschnitt in Griechenland erst einmal abgewendet scheint.

Der Sparkurs als die richtige Lösung, wie er derzeit für alle Länder der EU durchgesetzt werden soll, steht zur Diskussion. Der strikte Sparkurs in den Ländern verhindert Investitionen und hält die Bürger von größeren Anschaffungen ab. Ob die Konsolidierung der Haushalte funktioniert und somit mittelfristig wieder mehr Geld für Investitionen zur Verfügung steht, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass fast alle Volkswirtschaften der Europäischen Union in diesem Jahr ein geringeres Wachstum erwirtschaften werden als noch im Jahr 2011.

Entsprechend unterschiedlich reagieren auch die europäischen Verbraucher. Während sie in einigen Ländern die Wirtschaftsdaten und die Entwicklung ihrer persönlichen Situation für die nächsten Monate eher positiv einschätzen, sehen die Bürger anderer Länder derzeit kaum Anlass zur Hoffnung auf eine baldige Verbesserung ihrer Situation.
An den Finanzmärkten ist es seit dem Schuldenschnitt für Griechenland zwar ruhiger geworden, als gelöst gilt die Krise dort jedoch noch lange nicht. Neben Griechenland, Spanien, Portugal und Italien ist in den vergangenen Wochen auch Großbritannien, das kein Mitglied des Euro-Raums ist, stärker in den Fokus gerückt. Bereits zwei Rating-Agenturen haben mit einer Abwertung der Top-Bonität in den nächsten Monaten gedroht. Der Schuldenberg des Landes ist enorm, die Arbeitslosigkeit auf Rekordhoch.

Die Einschätzungen der Verbraucher in Bezug auf ihr künftiges verfügbares Einkommen in den Ländern der Europäischen Union sind unterschiedlich. Die Optimisten Europas sind die Deutschen (34,3 Punkte). Mit großem Abstand folgen Polen (-14 Punkte) und Österreich (-21,2 Punkte). Am schlechtesten beurteilen die Verbraucher in den Krisenländern Griechenland (-60.2 Punkte), Italien (-48,4 Punkte) und Portugal (-46,4 Punkte) ihre Einkommensaussichten.
Die aktuelle Anschaffungsneigung EU-weit 

 Die aktuelle Anschaffungsneigung EU-weit


Die Sparpakete sowie die Aussicht auf ein geringeres Wirtschaftswachstum lässt die Verbraucher in vielen europäischen Ländern zurückhaltend mit ihrem Geld umgehen. Am besten geht es auch im Hinblick auf diesen Indikator den Deutschen (38,6 Punkte), aber auch den Österreichern (26,6 Punkte). An dritter Stelle liegt Polen mit -3,6 Punkten. Die Schlusslichter bilden Großbritannien (-49,5 Punkte), wo die Bürger mit weiteren drastischen Einschnitten beziehungsweise Steuererhöhungen rechnen, sowie die Krisenländer Griechenland (-48,5 Punkte) und Portugal (-41,5 Punkte).

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der internationalen Ausweitung der Studie GfK-Konsumklima MAXX und basieren auf Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission in allen Ländern der Europäischen Union monatlich durchgeführt werden. Das GfK Konsumklima Europa gibt einen Überblick über die Entwicklung von Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie der Anschaffungsneigung der Konsumenten in Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien und der Tschechischen Republik . Diese zwölf Länder umfassen rund 80 Prozent der Bevölkerung der 27 EU-Staaten.
Nähere Informationen zur GfK-Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: GfK

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