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Europas Verbraucher trotz Zukunftsängsten weltweit am spendierfreudigsten

Das Verbrauchervertrauen in den großen europäischen Ländern Deutschland, Italien und Frankreich wurde durch ein stagnierendes und nicht den Erwartungen entsprechendes Wirtschaftswachstum stark erschüttert. Europaweit am schwersten trifft es die italienischen und französischen Konsumenten: In Italien haben 69 Prozent, in Frankreich 60 Prozent der Bevölkerung den Eindruck, ihr heimischer Markt habe sich im letzten Halbjahr rückläufig entwickelt. Unterschiedliche Ansichten gibt es beim Blick in die Zukunft. In Skandinavien, Portugal und Österreich rechnet eine deutliche Mehrheit der Konsumenten für 2005 mit einer unveränderten oder besseren Wirtschaftslage. In den Niederlanden, Italien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien dagegen rüstet man sich eher für noch schwerere Zeiten. Den größten Optimismus für die kommenden zwölf Monate verzeichnet man im asiatisch-pazifischen Raum. Dort gehen 53 Prozent der Befragten von einem Aufschwung in 2005 aus - im Vergleich zu 42 Prozent in den USA und nur 31 Prozent in Europa.
 
Und doch ist man in Europa allen Befürchtungen hinsichtlich der künftigen konjunkturellen Entwicklung zum Trotz der Ansicht, dass das Leben weitergehen muss. Folglich sind die Gewohnheiten um die so genannten frei verfügbaren Ausgaben erstaunlich gesund, besonders im internationalen Vergleich. Das frei verfügbare Einkommen verwenden europäische Verbraucher am häufigsten für Freizeitaktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände, damit liegen sie vor den Verbrauchern in den USA und im Raum Asien-Pazifik. Ganz vorne ist dabei Spanien, dort geben 60 Prozent der Einwohner ihr Geld am liebsten für Unternehmungen außerhalb der Wohnung aus, nahezu 50 Prozent sind es in den Niederlanden, Belgien, Italien und Frankreich. Die Deutschen hingegen verwenden ihr Geld am liebsten für neue Kleidung und bilden bei den aushäusigen Freizeitaktivitäten mit nur 27 Prozent Nennungen das Schlusslicht, nur noch gefolgt von den Finnen und Schweden. Auf Platz zwei in Deutschland liegen die Spareinlagen (34 Prozent), die Verschönerung der eigenen vier Wände (29 Prozent), Neue Technologien (28 Prozent), Freizeitaktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände (27 Prozent), Abbezahlen von Kreditkarten- und Bankschulden (26 Prozent), Fernreisen (21 Prozent), Rentenvorsorge (18 Prozent), lokale Kurzreisen (15 Prozent) sowie Aktien und Fondeinlagen (9 Prozent).
 
Die in der deutschen Bevölkerung derzeit stark ausgeprägten Ängste hinsichtlich der Altersvorsorge zeigen sich auch im weltweiten Vergleich: nur in Österreich (24 Prozent) wurden Zahlungen für Rentenzwecke häufiger angeführt als hierzulande, und mit 18 Prozent liegt Deutschland weit über dem globalen Schnitt von sieben Prozent Immerhin 16 Prozent der Deutschen sagen, dass sie über keinerlei freie Mittel verfügen, was Deutschland zusammen mit Großbritannien europaweit auf den zweiten Platz dieser Negativskala bringt. Nur in Portugal waren es mit 18 Prozent mehr Konsumenten, die bekundeten, kein Geld für Freizeit- oder Sparzwecke zu besitzen.
 
Nicht nur in Europa bangen die Verbraucher vor allem um ihren Job Wenig überraschend ist das Resultat, dass sich die Ängste der Konsumenten weltweit vor allem auf die Themen konjunkturelle Entwicklung und Arbeitsplatzsicherheit konzentrieren, wobei in Europa die Deutschen die wirtschaftliche Entwicklung am stärksten beängstigt. Während in diesen Punkten in Europa, USA und Asien-Pazifik Einigkeit herrscht, divergieren die Angaben zu weiteren Befürchtungen je nach Region. Die Angst vor terroristischen Anschlägen ist in Großbritannien und Italien mit 66 bzw. 65 Prozent weltweit am größten, gefolgt von den USA und von Spanien, wo die Erinnerung an die Madrider Zuganschläge vom März diesen Jahres noch sehr frisch ist. Die Befragten in der asiatisch-pazifischen Region blicken zwar weltweit am optimistischsten in die Zukunft, äußern aber gleichzeitig die größte Besorgnis um die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze.
Quelle: AC Nielsen, www.acnielsen.de

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