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Europas aktivste Gesundheitsfans: Finnen und Deutsche

Die Deutschen fühlen sich im internationalen Vergleich besonders aufgefordert, etwas für ihre Gesundheit zu tun.
 
Mehr als die Menschen in nahezu allen anderen Ländern Europas ergreifen sie nach eigenen Angaben die Initiative, um für ihre Gesundheit zu sorgen. Nur die Finnen übertreffen sie dabei, so die Studie Reader’s Digest Europe Health 2006, bei der über 25.000 Menschen in 15 Ländern repräsentativ zu Gesundheitsthemen befragt wurden und deren Ergebnisse jetzt bekannt gegeben wurden.
 
Entsprechend intensiv setzen sich die Deutschen mit allen Fragen rund um die Gesundheit auseinander und sammeln Informationen aus allen verfügbaren Quellen. Damit zählen sich die Deutschen neben den Schweizern bei Gesundheitsthemen zu den Bestinformierten in Europa. Die Konsequenz spürt der Apotheker im Verkaufsgespräch: Wenn der Deutsche ein Präparat kauft, schaut er nicht nur auf den Preis, sondern auch ganz genau auf die Qualität der Produkte, und das mehr als seine europäischen Nachbarn.
 
Häufiger aktiv für die Gesundheit
 
Ob weniger Gewicht, mehr Fitness oder die regelmäßige Einnahme von Vitaminen und anderen gesundheitsfördernden Präparaten – die Deutschen gehören zu den Gesundheits-Aktiveren. Aus einer Liste mit acht verschiedenen Aktivitäten zur Verbesserung der Gesundheit haben 41% der Deutschen drei oder mehr Maßnahmen ergriffen. Im europäischen Schnitt waren es 37% der Menschen. Die Schweizer sind mit 40% vergleichbar aktiv. Nur die Finnen sind mit einem Wert von 48% noch aktiver, während sich die Russen mit 19% am wenigsten aktiv für die Gesundheit einsetzen.
 
An erster Stelle stehen bei den Deutschen die regelmäßige Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen (56% gegenüber 42% im europäischen Durchschnitt) sowie die Bemühungen, Gewicht zu reduzieren (53% gegenüber 45% im europäischen Durchschnitt). In diesen Punkten liegen die Deutschen sogar an der Spitze vor den anderen Ländern in Europa.
 
Deutsche sind probierfreudig, qualitätsorientiert und preissensibel
 
Wenn die Deutschen ein freiverkäufliches Medikament erwerben, achten sie auf die Kosten, auch wenn der Preis nicht die größte Rolle spielt. 68% der Deutschen greifen gerne auf günstigere Generika zurück. Der europäische Durchschnitt liegt mit 59% deutlich darunter. 67% der Deutschen halten Generika für genauso wirksam wie Originalprodukte – auch dieser Wert liegt über dem europäischen Schnitt von 59%.
 
Den Ausschlag für die Wahl eines freiverkäuflichen Medikamentes oder Heilmittels geben freilich nicht der Preis, sondern die Empfehlungen des Arztes oder Apothekers sowie die eigene Erfahrung mit dem Produkt. Der Preis kommt mit 42% weit nach der Qualität des Produktes und seiner Inhaltsstoffe (60 %). Dennoch liegt die Preissensibilität der Deutschen mit 42 % über dem Durchschnitt in Europa (37%). Nur die Polen (62%), Tschechen (48%) und Finnen (58%) messen dem Preis ein noch größeres Gewicht zu.
 
Nahezu zwei Drittel der Deutschen (60%) probiert gerne neue Arzneimittel. Dabei vertrauen sie neuen Angeboten besonders dann, wenn ihnen der Hersteller bekannt ist.
 
Interessierte und aufgeklärte Patienten
 
Wenn es um die Gesundheit geht, verstehen sich die Deutschen als aufgeklärte Patienten. 87% der Deutschen fühlen sich sehr gut informiert zu Gesundheitsthemen. Damit erreichen sie wie die Schweizer (92%) einen Spitzenwert, der deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 72% liegt. Als Informationsquelle genießt der Arzt – in Deutschland genauso wie in allen anderen Ländern – das größte Vertrauen. Der Ärztestreik konnte das Vertrauen der Deutschen in ihre Ärzteschaft übrigens nicht erschüttern, im Gegenteil: 68% der Deutschen erklärten in der Studie, sie unterstützen den Ärztestreik.
 
Neben dem Arzt – als Ratgeber mit höchstem Vertrauen – nehmen die Medien und insbesondere gedruckte Publikationen wie Zeitschriften, Nachschlagewerke und Broschüren einen großen Stellenwert ein. Auch Informationsstände in Apotheken und Drogerien finden bei den Deutschen mehr Aufmerksamkeit als bei anderen Europäern. Das Internet hat sich bereits für ein Drittel der Deutschen zu einer bedeutenden Informationsquelle für Gesundheitsfragen entwickelt. Nur Informationen per SMS haben bisher kaum eine Bedeutung.
Quelle: Reader's Digest Deutschland; www.readersdigest.de

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