ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Face-to-Face behält Berechtigung

© Gerd Altmann / pixelio.de 

 © Gerd Altmann / pixelio.de

Das Face-to-Face-Interview ist trotz Online-Befragungen eine wichtige Forschungsmethode der Markt- und Sozialforschung. Im vergangenen Jahr wurde laut ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V. ein Viertel der Interviews in Deutschland persönlich geführt; diese Angabe bezieht sich auf die von den ADM Mitgliedsinstituten durchgeführten quantitativen Interviews. Dabei geht der Anteil der klassisch mit Papier und Bleistift geführten persönlichen Interviews immer weiter zurück, die computergestützte Durchführung per Laptop nimmt zu. Nur noch knapp jedes zehnte Interview wird klassisch face-to-face durchgeführt, vor zehn Jahren war es noch jedes dritte Interview; computergestützt dagegen war es vor zehn Jahren jedes dreizehnte Interview, heute jedes siebte.
 
Die Initiative Markt- und Sozialforschung e.V. macht darauf aufmerksam, dass, gerade wenn es darum geht, die Meinung von Verbraucherinnen und Verbrauchern etwa zu Produkten, Zeitschriften oder Verpackungen kennen zu lernen, persönliche Interviews genutzt werden. Auch wenn diese Interviews zuhause bei den Befragten stattfinden – die Anonymität ist gewährleistet, die Ergebnisse solcher Umfragen der Markt- und Sozialforschung werden nur anonym ausgewertet. Wenn es an der Tür klingelt und man um ein Interview gebeten wird, dann sollte man sich vergewissern, dass die Interviewerin oder der Interviewer von einem seriösen Institut kommt. Man sollte sich in jedem Fall den Ausweis zeigen lassen. Auch sind die Institute, in deren Auftrag die Interviews geführt werden, gerne bereit, telefonisch zu bestätigen, dass es mit der Umfrage seine Richtigkeit hat.
 
Der Vorteil des persönlichen Interviews liegt darin, dass Gegenstände wie Produkte, Zeitschriften oder Verpackungen dabei in das Interview einbezogen werden können, zum Beispiel verschiedene Verpackungsentwürfe, die von den Befragten bewertet werden. So gestalten Verbraucherinnen und Verbraucher mit. Gegenüber telefonischen oder Online-Interviews können Interviews im persönlichen Gegenüber inhome länger dauern. Auch in Innenstädten oder Einkaufspassagen werden Verbraucherinnen und Verbraucher zu persönlichen Interviews etwa über ihr Kaufverhalten eingeladen. Oder: in öffentlichen Verkehrsmitteln werden die Fahrgäste gefragt, mit welchem Ticket sie fahren und ob sie damit zufrieden sind. Der Vorteil: Bei solchen persönlichen Befragungen können bestimmte Personengruppen wie Fahrgäste oder Besucher eines Einkaufszentrums gezielt vor Ort angesprochen werden. Hier sollten sich die Befragten aber ebenfalls vergewissern, dass die Interviews im Auftrag eines seriösen Instituts geführt werden.
Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email