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Editor's Pick


Fernsehprogramm erwünscht

Tablet-PC auf dem Vormarsch (Quelle: Apple Inc.)  

 Tablet-PC auf dem Vormarsch (Quelle: Apple Inc.)

Die Fernsehzuschauer freuen sich laut Studie nicht auf das proklamierte neue Fernsehzeitalter, in dem sie bestimmen, wann sie was sehen. Im Gegenteil: Das Fernsehprogramm ist für viele eine willkommene Strukturierung. 
  
Die Zahl derer, die eine TV-Sendung innerhalb von 24 Stunden nach Ausstrahlung sehen, ist mit 98% überwältigend – und ist in den letzten drei Jahren nahezu konstant geblieben. Dennoch beschränkt sich TV längst nicht mehr auf Kabel, Satellit und Antenne: Nicht zuletzt aufgrund Video-geeigneter Geräte wie PCs oder Tablets dringt das Fernsehen stärker ins IP-Netz. Heute verfügen 12% der deutschen Haushalte über ein Hybrid-TV – 46 hätten gerne eines. Damit einher geht eine Vielfalt neuer interaktiver, oft programmbegleitender Angebote. Bis 2015 wird deren Nutzerzahl auf in Deutschland auf 25 Millionen angewachsen sein. 

Dennoch verlagert beziehungsweise erweitert sich der TV-Konsum stärker in IP-Netze und generiert dort, nicht zuletzt auch aufgrund neuer Services, zusätzliches Datenaufkommen. Überhaupt wird das Datenvolumen durch die wachsende Zahl unterschiedlicher Devices gesteigert.

Insbesondere Tablets setzen ihren Siegeszug fort – der Trend geht hier klar zum Zweitgerät. Dabei neigen die Nutzer zur Differenzierung, denn zusätzlich zum beliebten 10 Zoll Tablet kaufen sich viele ein kleineres Modell mit Fünf- oder Sieben-Zoll-Display. Insgesamt 5% aller verkauften Tablets im Jahr 2012 werden an Käufer gehen, die bereits eines besitzen. So wird sich laut Deloitte die Zahl der verkauften Tablets innerhalb der kommenden vier Jahre in Deutschland vervierfachen.
 
Um die enormen Datenmengen in den Griff zu bekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten: Zum einen werden Flatrates ohne Datenlimit zunehmend um gedeckelte Tarife ergänzt. Zum anderen bedienen sich die Nutzer vermehrt alternativer Technologien zur Datenübertragung. Nicht zuletzt ist das Thema „Big Data“ auf dem Vormarsch. Entsprechende Pilotprojekte sind bereits 2012 zu erwarten. 
 
Die Vernetzungsfähigkeit verschiedener Geräte verleiht der Werbewirtschaft neue Impulse. Mit Targeted TV Advertising werden die einzelnen Zielgruppen präziser denn je angesprochen. Obwohl der positive Effekt neuer Werbeformen erwiesen ist, wird die Umsetzung noch einige Zeit auf sich warten lassen – auch im kommenden Jahr wird deren Formatanteil nicht höher als ein Prozent liegen. Ähnliches gilt für die virale Empfehlungswerbung, sie wird sich mittelfristig allenfalls als komplementäres Element etablieren.
 
Die aktuellen „Deloitte TMT Predictions 2012“ zeigen maßgebliche Trends und Entwicklungen in Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT).
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