ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Finanzen Hauptgrund für Kinderlosigkeit

Spielplätze bleiben in Deutschland häufiger kinderlos (© Albrecht E. Arnold / pixelio.de) 

 Spielplätze bleiben in Deutschland häufiger kinderlos (© Albrecht E. Arnold / pixelio.de)

Die Deutschen haben weniger Kinder als der EU-Durchschnitt. Als wesentliche Gründe dafür führt die Mehrheit der Bürger die finanziellen Kosten für den Nachwuchs, die Angst, die eigene Freiheit zu verlieren, sowie die Sorge vor einem Karriereknick an.

Fehlende staatliche Voraussetzungen wie z.B. nicht genügend Betreuungsangebote werden ebenfalls von fast jedem zweiten Bürger genannt, wobei dieses Argument im Westen deutlich öfter (63%) genannt wird als im Osten (40%).

Innerhalb einzelner Bevölkerungsgruppen werden hierbei unterschiedliche Sichtweisen deutlich: So beklagen Familien überdurchschnittlich oft fehlende staatliche Voraussetzungen (50%), kinderlose Paare nennen ein nicht vorhandenes, ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf und Familie (58%), und Singles führen überdurchschnittlich oft die Angst vor Scheidung an (24%). Formal Höhergebildete gehen davon aus, dass die eigene Karriere sich nur schlecht mit der Familie vereinbaren lässt (62%), wohingegen formal geringer Gebildete anführen, dass Kinder Geld kosten und sich viele dies nicht leisten können bzw. wollen (70%).

Große Unterschiede zeigen sich auch zwischen berufstätigen Männern und Frauen. So nennen die weiblichen Berufstätigen die Sorge, dass Kinder in Zukunft kein sicheres und sorgenfreies Leben führen können (44%; Männer 35%), eine fehlende Work-Family-Balance (56% vs. 50%), aber auch die Angst vor Scheidung (19% vs. 16%) signifikant öfter als arbeitende Männer. Diese nennen dagegen eher fehlendes Geld (70%; Frauen 66%) oder eine fehlende Sinnerfüllung des Lebens durch Kinder (24% vs. 20%) als Gründe gegen die Familiengründung.
Zeitvergleich

Im Jahresvergleich zu 2011 zeigt sich, dass finanzielle (+9 Prozentpunkte) und berufliche Gründe (+6) häufiger angeführt werden, wohingegen das Argument der unsicheren Zukunft für die Kinder deutlich an Bedeutung verloren hat (−7).

Die gemeinnützige BAT-Stiftung für Zukunftsfragen ist in ihrer aktuellen Untersuchung der Frage nachgegangen, weshalb die Bundesbürger so wenig Kinder bekommen und hat repräsentativ über 2.000 Personen ab 14 Jahren dazu befragt. Befragungszeitraum der persönlichen face-to-face Interviews war im Juni/Juli 2013.
Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email