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Finanzkrise beflügelt finanzielle Vorsorgebereitschaft fürs Alter

Die Finanzkrise hat das Vertrauen der Bundesbürger in ihre finanzielle Absicherung im Alter geschwächt: Aktuell sehen nur noch 43 Prozent der 18- bis 59-Jährigen ihre Vorsorgesituation als ausreichend an; vor dem Ausbruch der Finanzkrise im vergangenen Jahr waren dies noch 48 Prozent.
 
Gleichzeitig steigt die generelle Altersvorsorgebereitschaft in der Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Vor allem die heute 51- bis 59-Jährigen sehen sich infolge der Finanzkrise bei der privaten Altersvorsorge deutlich zurückgeworfen: 2005 und 2008 gaben noch jeweils 69 Prozent an, bereits ausreichend für das Alter vorgesorgt zu haben, aktuell sind dies nur noch 57 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung sind einerseits reale Verluste im Bereich börsenabhängiger Anlageformen, gleichzeitig aber auch ein wachsendes Bewusstsein für die Erfordernisse und Risiken der privaten Altersvorsorge.
 
Aktuell zeigt sich jeder dritte Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 59 Jahren auf Sicht von 12 Monaten bereit, (zusätzliche) Maßnahmen der privaten Altersvorsorge zu treffen, 2008 war dies nur jeder Vierte. Hierdurch ergeben sich für die Anbieter neue Chancen. Freilich liegt der Anteil derer, die nach eigenen Angaben bisher weder ausreichend vorgesorgt, noch sich bereits ausreichend zum Thema private Altersvorsorge informiert haben oder zukünftig Altersvorsorge-Maßnahmen planen, unverändert bei rund einem Drittel.
 
Unter den beliebtesten Altersvorsorgeprodukten der Deutschen rangieren derzeit „sichere“ Anlagen, wie insbesondere die Riester-Rente in Form der klassischen privaten Rentenversicherung, deutlich vor den risikoreichen aktienbasierten Produkten. Letztere verzeichnen aufgrund der Finanzkrise einen deutlichen Akzeptanzrückgang. Besonders deutlich ist die abnehmende Risikobereitschaft bei den aktuell Vorsorgebereiten: Der Anteil derer, die größere Anteile ihrer Vorsorgebeiträge fondsbasiert anzulegen bereit sind, ist binnen eines Jahres von 30 Prozent auf 22 Prozent zurückgegangen. Deutlich von 14 Prozent auf 26 Prozent gestiegen ist hingegen der Anteil derer, die in ihrem Altersvorsorge-Portfolio keinerlei Fondsbeimischungen wünschen.
 
Auch die vor der Finanzkrise insbesondere von angelsächsischen Versicherern in Deutschland eingeführten innovativen Altersvorsorgeprodukte - wie Garantiefonds, Hybridversicherung, Universal-Life-Versicherung oder Variable Annuities - die höhere Renditen und flexiblere Konditionen als klassische Lebensversicherungen mit gleichzeitigen Garantiekomponenten versprechen, stoßen aktuell auf geringere Akzeptanz als vor Beginn der Finanzkrise.
 
Je nach Lebenssituation und Versicherungsmentalität zeigen sich in Bevölkerung sehr unterschiedliche Präferenzen und Risikobereitschaften bei der privaten Altersvorsorge, die es von den Anbietern differenziert zu berücksichtigen gilt. Grundsätzlich zeigt derzeit ein Drittel der 18-59-Jährigen Interesse an einer professionellen Vorsorgeberatung.
 
Dies zeigt der aktuelle „Kundenmonitor Assekuranz 2009“ von YouGov Psychonomics zum Schwerpunktthema „Zukunft der Lebensversicherung“. Rund 1.500 Entscheider und Mitentscheider in Versicherungsangelegenheiten im Alter zwischen 18 und 59 Jahren wurden repräsentativ zu ihrem Vorsorgestand, ihrer Vorsorgebereitschaft und ihren Anlagepräferenzen bei der private Altersvorsorge befragt.
Quelle: YouGovPsychonomics; www.psychonomics.de

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