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Flachbild-TV-Geräte treiben Umsatz an

Die Westeuropäer gaben im ersten Halbjahr 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 18 Prozent mehr Geld für klassische Unterhaltungselektronik aus, so eine Studie der GfK zu den Märkten der Unterhaltungselektronik in Westeuropa. Den größten Anteil daran haben Fernsehgeräte, allen voran Flachbildgeräte, deren Umsatz gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 um 35 Prozent gestiegen ist. Die Branche profitiert davon, dass die Verbraucher mehr in teure und höherwertige Produkte investieren. Die GfK prognostiziert für die europäische Unterhaltungselektronikbranche einen Umsatz von 44 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2006.
 
61 Prozent des gesamten Branchenumsatzes Westeuropas wurden im ersten Halbjahr in den drei Ländern Großbritannien, Deutschland und Frankreich erwirtschaftet. Am meisten davon, nämlich 25 Prozent, in Großbritannien. Dahinter folgen der deutsche Markt mit einem Anteil von 19 Prozent und der französische Markt mit einem Anteil von 17 Prozent. Der Rest von 39 Prozent verteilt sich auf die sieben weiteren westeuropäischen Länder, in denen Vergleichsdaten erhoben wurden.
 
Hinsichtlich der Wachstumsraten steht Schweden an der Spitze. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 stieg der Umsatz dort um 23 Prozent. In Frankreich wurden 20 Prozent und in Großbritannien 18 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2005 umgesetzt. Mit einem Umsatzanstieg von 10 Prozent rangiert die deutsche Unterhaltungselektronikbranche im europäischen Mittelfeld.
 
Analog zu den vergangenen Jahren sind Fernsehgeräte der stärkste Wachstumsträger in der Unterhaltungselektronik. Der Umsatz ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 um 35 Prozent gestiegen. Verantwortlich dafür ist zwar einerseits die Fußballweltmeisterschaft. Der Hauptgrund ist allerdings darin zu sehen, dass der Verbraucher sich zunehmend vom klassischen Röhrenfernseher verabschiedet und zum Flachbildschirmgerät mit LCD- oder Plasma-Display wechselt.
 
Der Umsatz von LCD-Geräten stieg um 125 Prozent. Besonders begehrt waren Geräte ab einer Bildschirmdiagonale von 82 Zentimetern: Jeder Dritte kaufte einen Fernseher dieser Größe. 9 Prozent der Käufer erwarben Geräte mit einer Diagonale über 100 Zentimetern. Der Umsatz von Fernsehern mit Plasma-Display stieg um 39 Prozent. Die gekauften Geräte besitzen meist eine Bildschirmdiagonale von 106 Zentimetern. Aufgrund der bisherigen Umsätze prognostiziert die GfK für das Geschäftsjahr 2006 einen Absatz von rund 14,2 Millionen Fernsehern mit LCD-Display und 2,4 Millionen mit Plasma-Display. Jeder Käufer gibt in diesem Jahr durchschnittlich 676 Euro pro TV-Gerät aus – das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies spiegelt den Trend zu höherwertigen Produkten wider. Innerhalb der einzelnen Bildschirmkategorien gehen die Preise aber deutlich zurück: Für Flachbildfernseher mit LCD-Display und einer Bildschirmdiagonale von 82 Zentimetern sank der Durchschnittspreis um 33 Prozent, bei Plasmabildschirmen um 22 Prozent.
 
DVD-Player und -Rekorder waren im Halbjahr 2006 nicht so gefragt wie im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden 4 Prozent weniger verkauft – das entspricht wertmäßig einen Rückgang um 7 Prozent. Allerdings stieg die Nachfrage nach DVD-Rekordern um 56 Prozent und erreicht damit die Hälfte des gesamten Umsatzes im Markt der DVD-Geräte. Ursache für den Umsatzanstieg ist die erhöhte Nachfrage nach mehr Speicherplatz. Etwa jeder dritte Käufer entscheidet sich für ein Gerät mit 160 Gigabyte Festplattenspeicher. Auf Basis der bisherigen Umsätze erwartet die GfK, dass im Jahr 2006 rund 8,2 Millionen Rekorder verkauft werden.
 
Die Nachfrage nach Camcordern sank im ersten Halbjahr 2006 mengenmäßig um 3 Prozent. Der Preisdruck in diesem Markt führte auch wertmäßig zu einem Rückgang um 12 Prozent. Demgegenüber stieg die Nachfrage nach Camcordern mit neuen digitalen Speicherformaten. So repräsentieren DVD-Camcorder bereits über 20 Prozent und Camcorder mit Harddisc oder Memory-Card 7 Prozent aller verkauften Geräte.
 
Das Interesse der Verbraucher an Home-Audio-Produkten sank im Vergleich zum Vorjahr, was zu einem Umsatzrückgang um 10 Prozent führte. Allerdings wird auch hier die Nachfrage der Kunden nach höherwertigen Produkten deutlich. Vor allem Dolby-Digital-Receiver und so genannte Home-Cinema-Systeme sind gefragt. 23 Prozent des Umsatzes erzielte der Handel mit Dolby-Digital-Receivern der Preisklasse oberhalb von 800 Euro. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005 wuchs dieses Preissegment um 22 Prozent. Bei den Home-Cinema-Systemen entfällt über ein Drittel des Umsatzes auf Geräte über der 800-Euro-Genze. Das bedeutet für das erste Halbjahr 2006 15 Prozent mehr Umsatz in dieser Preisklasse als im Vergleichzeitraum 2005.
 
Dank des anhaltenden Interesses der europäischen Verbraucher an Geräten mit MP3-Technologie wuchs der Umsatz der tragbaren Audiogeräte im ersten Halbjahr 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9 Prozent. Der Absatz von Video- und Audioplayern mit dieser Technologie stieg mengenmäßig um 28 Prozent und wertmäßig um 30 Prozent. Die Speicherkapazitäten der MP3-Player mit Flash-Memory-Karten betragen mittlerweile über ein Gigabyte. Im Gesamtjahr 2006 werden voraussichtlich etwa 37,0 Millionen MP3-Geräte über die Ladentheke gehen. Der steigende Umsatz von tragbaren Audiogeräten belebt zudem das Wachstum des Zubehörmarkts. So stieg der Umsatz so genannter Micro-Outdoor-Kopfhörern um 44 Prozent.
 
Wenn es um elektronisches Zubehör für das Auto geht, greift der europäische Verbraucher nach wie vor gerne in die Tasche. So genannte In-Car-Electronics-Geräte wurden im ersten Halbjahr 2006 zu 45 Prozent mehr verkauft als im Vergleichszeitraum 2005. Dies gleicht den Umsatzrückgang bei den klassischen Audiogeräten für das Auto mehr als aus. Verantwortlich dafür ist in erster Linie die Nachfrage nach portablen Navigationssystemen. Der Umsatzanteil dieses Segments liegt bei 54 Prozent. Dies ist ein wertmäßiger Anstieg auf das nahezu Vierfache. Für das Gesamtjahr 2006 geht die GfK von 6,0 Millionen verkauften Navigationsgeräten in Westeuropa aus.
 
Folge der Digitalisierung in der Unterhaltungselektronik ist der steigende Bedarf nach digitalen Speichermedien. Erwartungsgemäß stieg der wertmäßige Umsatz der USB-Sticks im ersten Halbjahr 2006 um 22 Prozent und der Memory Cards um 10 Prozent. Diese beiden Speichermedien vereinigen damit 53 Prozent des Umsatzes des gesamten Marktes auf sich.
 
Quelle: GfK AG www.gfk.com

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