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Frauen und Männer im Netz: Einkommen, Alter und Bildung entscheiden

60,4 Prozent der männlichen und 45,6 Prozent der weiblichen Bevölkerung waren im Jahr 2004 online. Die Schere zwischen Männern und Frauen hat sich dabei weiter geschlossen. In der Altersgruppe der unter 19-jährigen haben die Frauen einen Nutzungsanteil von 83 Prozent und damit die Männer (82 Prozent) bereits leicht überholt. Bis 49 Jahre fällt der Anteil bei den Frauen aber rapide um 23 Prozentpunkte auf 57 Prozent, bei den Männern nur um 10 auf 72 Prozent. Bei den 50 bis 59-jährigen sind dann die Hälfte der Frauen online, aber zwei Drittel der Männer. Ab 50 Jahren steigt die Internetnutzung kontinuierlich an: fast eine Million sind seit 2003 neu ins Netz gegangen. Bei den über 70-jährigen sind allerdings nur noch 15 Prozent der Männer und 4 Prozent der Frauen online.
 
Vor allem bei jüngeren Frauen mit geringem Bildungsabschluss hat die Nutzung des Internets stark zugenommen, von 47 auf 64 Prozent. Bei höher gebildeten Männern ist die Nutzung dagegen leicht zurückgegangen. Schülerinnen nutzen das Internet inzwischen genauso häufig wie ihre männlichen Mitschüler. Insgesamt steigt die Internetnutzung proportional zum Bildungsniveau. Internetnutzung hängt aber auch von der Tätigkeit und dem Status im Beruf ab: Bei den Männern sind mehr Handwerker und Arbeiter online als Arbeitslose, bei den Frauen sind mehr Hausfrauen als Handwerkerinnen und Arbeiterinnen im Netz.
 
Im Vergleich nach Bundesländern nimmt die Spitzenposition bei den Frauen wie auch 2003 Schleswig Holstein ein, dort sind 50,1 Prozent der Frauen online, dicht gefolgt von Hessen mit 49,5 Prozent und Baden-Württemberg mit 49 Prozent. Sachsen-Anhalt liegt mit 37,2 Prozent an letzter Stelle. Bei den Männern liegen Berlin (69 Prozent), Hamburg (65,7 Prozent) und Hessen (63 Prozent) an der Spitze, hier hat das Saarland mit 47,4 Prozent die niedrigste Nutzung zu verzeichnen
Quelle: TNS Infratest; www.tns-infratest.de und Initiative D21; www.initiatived21.de"

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