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Fußball-EM zeigt Wirkung in der Ukraine und Polen

Studie: Kaufkraft 2011 

 Studie: Kaufkraft 2011

2011 stehen den europäischen Verbrauchern für das Jahr 2011 etwa 8,5 Billionen Euro für Konsumausgaben (z. B. für Einzelhandel, Reisen) oder Sparen zur Verfügung. Dies entspricht einer Kaufkraft von 12.774 Euro pro Einwohner im Durchschnitt der 42 Studienländer. Ausgehend von den für 2010 in vielen Ländern nach oben revidierten Zahlen wird eine Wachstumsrate von 3,1% für die Kaufkraft der 42 Länder dieses Jahr erwartet.
 
Die Ukraine und Polen stehen bereits ganz im Zeichen der Fußball-EM: Die ukrainische Wirtschaft bleibt seit der letzten globalen Marktkrise auf einem moderaten Erholungspfad. Dieser Trend kommt unter anderem in einer Steigerung der Kaufkraft pro Einwohner auf 1.761 Euro pro Kopf in 2011 zum Ausdruck. Unter den untersuchten Ländern erreicht damit nur die Ukraine (ausgehend von den revidierten Zahlen) eine Wachstumsrate im zweistelligen Bereich. Allerdings muss dies relativiert werden: Die Ukraine bleibt, gemessen an der pro-Kopf-Kaufkraft, weiterhin an der zweitletzten Stelle in der Länderrangfolge. Die Ukrainer haben im Schnitt zwar doppelt so viel Kaufkraft je Einwohner wie die Moldawier, aber wiederum nur 30% dessen, was den Polen durchschnittlich zur Verfügung steht.
 
Auch in Polen profitieren die Haushalte von einem dynamischen wirtschaftlichen Hintergrund: Die Kaufkraft pro Einwohner weist das größte Wachstum der EU-27 Staaten auf. Trotzdem erreicht Polen mit einer pro-Kopf-Kaufkraft in Höhe von 6.050 Euro nicht mal 60% des portugiesischen Landesdurchschnitts.
Kaufkraft an den Austragungsorten der Fußball-EM 2012 (Quelle: GfK) 

 Kaufkraft an den Austragungsorten der Fußball-EM 2012 (Quelle: GfK)


Das Eröffnungsspiel der UEFA Europameisterschaft wird in Polens Hauptstadt Warschau stattfinden, die mit 10.266 Euro je Einwohner mit Abstand der reichste Stadtkreis des Landes ist. Somit haben die Bewohner Warschaus fast 70% mehr Geld zur Verfügung als im Durchschnitt des Landes. Das ist allerdings fast drei Mal so viel wie die Bewohner der Hauptstadt der Ukraine im Schnitt zur Verfügung haben.
 
Neben der ukrainischen Hauptstadt, die als Endspielort der EM 2012 bestimmt ist, genießen drei weitere ukrainische Städte den Gastgeberstatus für die kommenden Spiele: Charkiw, Donezk und Lemberg. Kaufkraftmäßig befinden sie sich auf einem vergleichbaren Niveau – um die 40% unter dem Durchschnitt Kiews. Donezk, das stärkste Industriezentrum des Landes, weist eine Kaufkraft pro Einwohner auf, die 35% über dem Landesdurchschnitt liegt. Charkiw, der viertgrößte Kreis der Ukraine, ist jedoch mit einer überdurchschnittlichen Kaufkraft je Einwohner der „ärmste“ unter den restlichen EM-Austragungsorten.
 
Die drei weiteren polnischen Austragungsorte gehören zu den zehn reichsten und größten Kreisen des Landes und weisen ein vergleichbares Kaufkraftniveau auf, das etwa 80% der Kaufkraft der Hauptstadt ausmacht. Der „kaufkraftschwächste“ polnische Kreis unter den Spielorten, Posen, verzeichnet eine Kaufkraft von knapp 8.000 Euro je Einwohner, etwa 60% des europäischen Durchschnitts.

Die Studie „GfK Kaufkraft Europa 2011/2012“ untersucht die regionalen Niveauunterschiede in der Kaufkraft der Menschen in 42 europäischen Ländern. Die Kaufkraft bezeichnet das verfügbare Einkommen ohne Steuern und Sozialabgaben inklusive Transferleistungen und wird pro Kopf und Jahr in Euro und als Index ausgewiesen.
Nähere Informationen zur GfK Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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