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Fußball geht vor

Bild: pixabay.com 

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Wenn Deutschland bei der Fußball-EM spielt, bricht die Zahl der Online-Shopper im Schnitt um 34,6 Prozent ein. Dies zeigt eine Analyse der Social-Commerce-Gruppe Pepper.com auf ihrem Portal mydealz.de.
 
Die Spiele der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich verfolgen die meisten Deutschen im Fernsehen - und lassen sich dabei von wenig ablenken. Das gilt auch für den Einkauf im Internet: Wenn der Ball rollt, fiebert jeder Dritte lieber dem Sieg entgegen als im Netz zu shoppen. Wie die Social-Commerce-Gruppe Pepper.com ermittelt hat, bricht die Zahl der Besucher (Sessions) ihres Portals mydealz.de während EM-Spielen mit deutscher Beteiligung regelmäßig ein, bei den drei Vorrundenspielen - gegenüber dem sonst für den Wochentag und die Tageszeit typischen Wert - im Schnitt um 33,2 Prozent, beim Achtelfinalsieg gegen die Slowakei sogar um 38,9 Prozent.
 
Durchschnittlich jeder Dritte, der sonst während der Spielzeit online eingekauft hätte, hat die drei Vorrundenpartien gebannt auf dem heimischen Fernseher, bei Freunden, in der Kneipe oder auf der Fanmeile verfolgt. Am stärksten brach die Reichweite während des letzten Gruppenspiels gegen Nordirland (-37,7 Prozent) und beim Achtelfinalspiel gegen die Slowakei (38,9 Prozent) ein. Am schwächsten fiel der Besucherzugang beim Spiel gegen Polen mit 29,5 Prozent aus.
 
Ein Blick über die Landesgrenzen hinweg zeigt, wie sehr sich Verbraucher in einzelnen Ländern in ihrem Konsumverhalten ähneln: In Frankreich, Österreich und Polen wirken sich Spiele der jeweiligen Nationalmannschaft ähnlich stark auf die Besucherzahlen von Online-Shops aus wie in Deutschland. Das auch von Pepper.com betriebenen Portal preisjaeger.at besuchten während der Spiele des österreichischen Teams durchschnittlich 22,4 Prozent weniger Verbraucher. Das französische Portal dealabs.com verzeichnete einen Rückgang von 15,8 Prozent.
 
Am stärksten brach die Reichweite des Portals pl.pepper.com ein: Durchschnittlich 44 Prozent der Polen, die sonst online eingekauft hätten, verfolgten die Spiele des eigenen Teams stattdessen lieber im Fernsehen. Besonders das prestigeträchtige Duell gegen Deutschland zog viele Polen in seinen Bann: Während die Zahl der Online-Shopper in Deutschland nur vergleichsweise leicht um 29,5 Prozent zurückging, brach die Reichweite beim Portal pl.pepper.com um satte 75,4 Prozent ein.
 
Eine Sonderrolle spielen die Briten: Ausgerechnet im Land, in dem einst der moderne Fußball erfunden wurde, scheint die EM auf den ersten Blick nur wenige zu interessieren. Bei allen drei Gruppenspielen des englischen Teams sank die Zahl der Besucher des Portals hotukdeals.com nicht etwa, sondern stieg, sobald der Ball rollte - um durchschnittlich 2,0 Prozent. Beim Spiel England gegen Wales betrug das Besucherplus gegenüber dem für den Wochentag und die Uhrzeit typischen Wert sogar satte 14,4 Prozent.
Erklären lässt sich der Anstieg mit dem überdurchschnittlich hohen Anteil an britischen Verbrauchern, die online mithilfe mobiler Endgeräte einkaufen. Während in Frankreich und Deutschland im ersten Halbjahr 2016 beispielsweise gerade einmal 42,1 beziehungsweise 48,7 Prozent für den Einkauf im Internet zu Smartphone oder Tablet griffen, waren es in Großbritannien im gleichen Zeitraum 61,4 Prozent. Auf den Second Screen scheinen die Briten auch nicht zu verzichten, wenn parallel Fußball im Fernsehen läuft.
 
Die oben genannten Zahlen basieren auf einer Auswertung der Social-Commerce-Gruppe Pepper.com, die die Zahl der Besuche (Sessions) ihrer Portale dealabs.com (Frankreich), hotukdeals.com (Großbritannien), mydealz.de (Deutschland), preisjaeger.at (Österreich) und pl.pepper.com (Polen) vor, während und nach den Gruppen- und den Achtelfinalspielen der diesjährigen Fußball-Europameisterschaft in Frankreich analysiert und mit den sonst wochentag- und tageszeittypischen Werten verglichen hat.

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