ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Gedämpfte Vorfreude auf die Olympischen Spiele in Peking

Das Interesse an den Olympischen Sommerspielen ist in Europa im Vergleich zum Olympiajahr 2004 deutlich gesunken. In Deutschland gaben aktuell nur noch 58 Prozent der Bundesbürger an, sich für die Sommerspiele zu interessieren, im Vorfeld der Spiele in Athen 2004 waren es noch 70 Prozent der 16- bis 69-jährigen Deutschen.
 
Gleichzeitig hat die Mehrzahl der Offiziellen IOC-Sponsoren in Westeuropa an Bekanntheit gewonnen. Dies sind Ergebnisse der internationalen Studie "Sponsoring 21+" von Sport + Markt. Die Geschehnisse in Tibet in diesem Frühjahr sowie die Proteste rund um den Fackellauf seien weltweit eine sehr negative PR-Kampagne für die Olympischen Spiele in Peking gewesen, dies habe der Vorfreude auf Olympia einen starken Dämpfer versetzt, so Hartmut Zastrow, Vorstand Sport + Markt. Er unterstreicht, dass selbst in zahlreichen asiatischen Ländern die Ausrichtung der Spiele auf dem eigenen Kontinent nicht für ein erhöhtes Interesse sorgen konnte.
 
Für Zastrow hat in Deutschland ein einzigartiger Wandel in der Berichterstattung über die Olympischen Spiele in Peking stattgefunden: Von einer positiven Annäherung hin zu einer kritisch distanzierten Betrachtung. Menschenrechte, Umweltprobleme und Doping seien die Themen mit denen konstant über die Sommerspiele berichtet werde. Eine wirkliche Vorfreude auf die Olympischen Spiele in Peking komme da in Deutschland nicht auf.
 
Gleichzeitig hätten die großen IOC-Sponsoren durch die kontinuierlichen Negativschlagzeilen einen unerwünschten Werbeeffekt erlebt. Ob diese Art von Bekanntheitsgewinn wünschenswert sei, wäre zu hinterfragen, so Zastrow. Einige IOC-Partner wurden dafür trotz des Medienwirbels international so gut wie nicht wahrgenommen, obwohl sie sich teilweise an Endverbraucher richten. Gerade bei den werbefreien Olympischen Spielen genüge es nicht, "nur" Sponsor zu sein. Ein solch kostspieliges Engagement müsse über einen längeren Zeitraum mit Leben gefüllt und kommuniziert werden.
 
In Deutschland sind vor den Sommerspielen in Peking McDonald's, Panasonic und vor allem Samsung wesentlich mehr Deutschen als IOC-Sponsor ein Begriff als vor vier Jahren im Vorfeld von Athen. Samsung konnte seine gestützte Bekanntheit von 35 auf 58 Prozent steigern. Keiner der großen Sponsoren hat in Deutschland im Vergleich zu Athen an Bekanntheit als IOC-Partner verloren. Primus ist weiterhin Coca-Cola, das gestützt 82 Prozent der Deutschen als Olympiasponsor kennen.
Quelle: Sport + Markt; www.sportundmarkt.com

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email