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Gefahrenzone Deutschland

76 Prozent der Deutschen betrachten den internationalen Terrorismus und 65 Prozent religiöse Konflikte als große bis sehr große Bedrohung für die Bundesrepublik. Damit erreicht der Terrorismus im Risikobewusstsein der Deutschen mittlerweile sogar einen größeren Stellenwert als die Verschmutzung der Umwelt oder armutsbedingte Migrationsbewegungen: Umweltverschmutzung bzw. Klimawandel sehen 69 Prozent als ein großes bis sehr großes Gefährdungspotenzial für die Bundesrepublik, die Zunahme von Armutsflüchtlingen empfinden 51 Prozent als eine Bedrohung.
 
Die herausgehobene Gefahrenbewertung des internationalen Terrorismus ist nicht abstrakt, sondern fußt auf einem konkreten Bedrohungsgefühl. 55 Prozent aller Deutschen fürchten, Deutschland könnte direkte Zielscheibe eines terroristischen Anschlages werden. Damit erreicht die Furcht vor einem Attentat in Deutschland mit 52 Prozent einen ähnlichen Stellenwert wie wenige Tage nach den Angriffen auf New York und Washington. Wie im September 2001 überwiegt die Angst in fast allen Bevölkerungsgruppen. Allein die jungen und die besser gebildeten Bundesbürger sind hinsichtlich einer unmittelbaren Gefährdungslage Deutschlands geteilter Meinung.
 
Mit Maßnahmen, um Risikopersonen schneller zu erkennen, haben die Deutschen kaum Probleme - wie z.B. mit der Einführung neuer Technologien zur sicheren Personenidentifizierung: Sechs von zehn (59 Prozent) sind uneingeschränkt für die Verwendung biometrischer Merkmale wie Fingerabdruck oder Iris in Personal- und Reisedokumenten. Möglicherweise aus historischen Gründen zeigen sich die Deutschen allerdings bei der Überwachung von Telefon- und E-Mail-Verkehr verdächtiger Personen, aber auch bei der automatischen Erfassung von Autokennzeichen und deren Abgleich mit bestehenden Daten etwas distanzierter. Uneingeschränkt für derartige präventive Maßnahmen sprechen sich 45 bzw. 43 Prozent aus, insgesamt aber überwiegt auch bei diesen Vorschlägen die Zustimmung.
Quelle: TNS Infratest, München; Martin Kögel

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