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Gen-Food spaltet die europäischen Verbraucher

Gentechnisch veränderte Lebensmittel stoßen in Europa auf sehr unterschiedliche Resonanz. Während Österreicher und Franzosen Gen-Food engagiert ablehnen, zeigen Polen und Briten nur wenig Interesse an diesem Thema. Die geringsten Vorbehalte gegenüber Lebensmitteln mit gentechnisch veränderten Bestandteilen haben die Niederländer. Das sind Ergebnisse aus der GfK-Studie "European Consumer Study 2004", in der 9.400 Verbraucher in acht EU-Ländern unter anderem zu ihren Einstellungen zu Gen-Food und gesunder Ernährung befragt wurden.
 
59 Prozent aller österreichischen und 51 Prozent aller französischen Konsumenten sind gegenwärtig unter keinen Umständen bereit, Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Bestandteilen zu kaufen. In Deutschland ist der Anteil derjenigen, die derartig modifizierte Produkte ablehnen, von knapp einem Drittel im Jahr 2001 auf inzwischen 44 Prozent gestiegen. Keine Meinung dazu, weil sie sich nicht ausreichend genug informiert fühlen, haben mit jeweils knapp 33 Prozent der Befragten sowohl die Spanier als auch die Italiener.
 
Das geringste Interesse an diesem Thema zeigen die polnischen und die britischen Verbraucher. Jeder Vierte antwortet in diesen beiden Ländern, dass ihn die Frage nach gentechnisch veränderten Produkten nicht interessiere. In den Niederlanden kann sich jeder vierte und in Großbritannien jeder fünfte Verbraucher vorstellen, diese Produkte zumindest vielleicht dann im Supermarkt zu kaufen, wenn sie im Sortiment angeboten werden.
 
Die Mehrheit achtet auf gesunde Ernährung: Mit 30 Prozent der Verbraucher, die sehr genau darauf achten, sich gesund zu ernähren, zeigt sich Frankreich als das mit Abstand gesundheitsbewussteste Land. Es folgen Spanien und Italien, in denen 23 beziehungsweise 22 Prozent der Konsumenten großen Wert auf eine gesunde Ernährung legen.
 
Umgekehrt sagt mit 24 Prozent eine größere Gruppe der Verbraucher in Deutschland und mit 21 Prozent in Österreich, dass sie weniger oder gar nicht auf eine gesunde Ernährung achten. Die britischen Konsumenten zeigen sich bei diesem Thema gespalten: 23 Prozent der Verbraucher, die angeben, sehr genau auf eine gesunde Ernährung zu achten, stehen 27 Prozent gegenüber, die es für weniger oder gar nicht wichtig halten, sich darum zu kümmern.
 
In Polen, einem Land dessen Verbraucher vorrangig ökonomische Sorgen plagen, spielt das Thema "gesunde Ernährung" eine untergeordnete Rolle. 36 Prozent der polnischen Konsumenten sorgen sich weniger beziehungsweise gar nicht darum.
 
Die Mehrzahl der europäischen Verbraucher und Verbraucherinnen gibt an, zumindest im Großen und Ganzen auf eine gesunde Ernährung zu achten. Diese Einstellung dominiert vor allem in Ländern wie Deutschland, Spanien und den Niederlanden. Zwei von drei deutschen, spanischen und niederländischen Verbrauchern widmen einer gesunden Ernährung eine mehr oder minder große Aufmerksamkeit.
Quelle: GfK AG; ronald.frank@gfk.de

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