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Genetischer Fingerabdruck als Generalmaßnahme

Nach dem Mord an Rudolph Moshammer konnte der Mörder schnell überführt werden. Diesen Ermittlungserfolg verdankt die Polizei dem Einsatz einer Gendatenbank, die das Bundeskriminalamt seit Ende der 90er Jahre aufgebaut hat. Um Schwerstverbrechen und gewaltsame Sexualdelikte in Zukunft leichter und schneller aufklären zu können, wird von einigen Sicherheitspolitikern gefordert, daß der genetische Fingerabdruck als Generalmaßnahme eingeführt wird. Von jedem Verdächtigen und Straftäter wird dann grundsätzlich neben dem traditionellen Fingerabdruck auch eine DNA-Probe genommen.
 
Datenschützer wenden dagegen ein, daß auf diese Weise die Rechte von nicht rechtskräftig verurteilten Personen unterhöhlt würden. Für die Bevölkerung steht das Sicherheitsbedürfnis, die schnelle Aufklärung von Straftaten ganz klar im Vordergrund. Darum gibt es so gut wie keine Einwände dagegen, daß das Bundeskriminalamt seit Jahren mit einer Gen-Datenbank arbeitet. Lediglich 3 Prozent der Bevölkerung finden das nicht gut.Die große Mehrheit (71 Prozent) findet es auch richtig, grundsätzlich von allen Verdächtigen und Straftätern einen genetischen Fingerabdruck zu nehmen und abzuspeichern. Daß auf diese Weise der Datenschutz ausgehöhlt werden könnte, etwa indem dabei auch die Gen-Daten von unschuldig Verdächtigten in die Datenbank des Bundeskriminalamtes geraten, erscheint nur jedem fünften Bundesbürger (20 Prozent) als ein wirkliches Problem.
Quelle: IfD Allensbach; www.allensbach.de

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