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Gentests ja - aber nur für private Belange

Soll, wenn ein neuer Mitarbeiter eingestellt wird, der Gentest gleich klären, wie lange der Mitarbeiter bei guter Gesundheit bleiben wird? Oder, vor Abschluss einer Versicherung gleich getestet werden, ob und wenn ja, wann etwa die Versicherung für ihren neuen Klienten einstehen muss, oder ob es in Folge einer getesteten Belastung gar nicht zum Abschluss einer Versicherung kommt? Ein Szenario, das nicht nur der Ethikrat zu vermeiden versucht, auch die Deutschen wollen das so nicht. Dennoch ist die Bevölkerung nicht grundsätzlich gegen Gentests. 57 Prozent können sich sogar vorstellen, einen Gentest durchführen zu lassen, der Aufschluss darüber gibt, welche Krankheiten sich im Laufe des Lebens bei ihnen selbst entwickeln könnten. Dies allerdings nur im privaten Bereich, etwa: um Gewissheit über genetische Anlagen zu erhalten (78 Prozent) und für die Familienplanung (76 Prozent). Wenn es sich allerdings um einen Gentest als Eintrittskarte in eine Versicherung eine Verbeamtung oder um den Abschluss eines Arbeitsvertrages handelt, geht die Zustimmung fast gegen Null.
 
Allerdings, ganz allgemein betrachtet, finden immerhin mehr als 20 Prozent der Befragten, dass ein Gentest vor dem Abschluss eines Arbeitsvertrages durchaus von Vorteil sein könnte. Soweit es ganz allgemein um Gründe für die Einführung von Gentests geht, sieht die Altersgruppe der über 50 Jährigen eher die Vorteile, die jüngeren Altersgruppen sind mit Ihrer Zustimmung etwas zögerlicher. Vor allem wenn es um medizindiagnostische Möglichkeiten geht, liegen die über 50 Jährigen mit 76 Prozent Zustimmung weit vor den 14-29 Jährigen (62 Prozent). Die höchste allgemeine Zustimmung zu Gentests findet sich, wo man gezielt Vorsorge treffen könnte, wenn man wüsste, dass eine Disposition zu einer bestimmten Krankheit besteht (78 Prozent).
 
Gegen einen Gentest sprechen für die Befragten viele Gründe, vor allem, dass das Ergebnis lebenslänglich belastend sein könnte, selbst wenn die genetisch verankerte Krankheit nie ausbricht (75 Prozent), außerdem, so meinen viele, sollte man dem Leben gewisse Unwägbarkeiten lassen (53 Prozent) und es so nehmen wie es ist (53 Prozent). Der Aussage, "der Mensch bleibt dabei auf der Strecke" stimmen 51 Prozent der Befragten zu. Dass Gentests im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Versicherung, eines Arbeitsvertrages oder einer Verbeamtung eines Tages zur Pflicht werden könnten, glaubt weniger als die Hälfte der Befragten. Wenn aber die Durchführung eines Gentests in irgendeinem Zusammenhang jemals zur Pflicht werden sollte, dann stehen die Versicherungen bei 55 Prozent der Befragten als erste im Verdacht, diesen Test zu fordern.
Quelle: Dialego AG;www.dialego.de

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