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Geringverdiener und Arbeitslose achten beim Einkauf stärker auf den Preis

54 Prozent der Konsumenten in Deutschland achten beim Einkauf stärker auf den Preis als noch vor einem Jahr. Die Preissensibilität bei dieser Mehrheit ist allerdings gegenüber dem Vorjahr rückläufig. 2004 bestätigten noch 60 Prozent, ein gestiegenes Preisbewusstsein zu haben. Für 43 Prozent hat sich 2005 in dieser Hinsicht nichts geändert. Lediglich zwei Prozent geben an, sich weniger am Preis zu orientieren. Besonders Geringverdiener (64 Prozent) und Arbeitslose (59 Prozent) sagen von sich, dass sie ihre Einkäufe stärker am Preis ausrichten. Eine gewachsene Preisorientierung ist allerdings auch bei den Besserverdienenden festzustellen. Hier sagen 40 Prozent, dass sie bei der Kaufentscheidung stärker auf den Preis achten.
 
Ungeachtet ihres Preisbewusstseins blenden die deutschen Verbraucher Qualität und Leistung nur ganz selten völlig aus. Allein bei der Wahl des Mobilfunkanbieters stehen die günstigsten Tarife eindeutig im Vordergrund. Qualität und Leistung stehen dann wieder ganz oben auf der Liste, wenn es beispielsweise um frei verkäufliche Medikamente geht. Hier gewichten 55 Prozent die vermutete Qualität deutlich höher als den Preis. Bei Bankdienstleistungen (50 Prozent), Lebensmitteln (51 Prozent), Autokauf (51 Prozent) und der Urlaubsreise (49 Prozent) gibt etwa jeder Zweite nach eigenen Angaben der Qualität bzw. dem Leistungsangebot den Vorzug. Dennoch unterscheiden sich die einzelnen Produktarten. Bei frei verkäuflichen Medikamenten, Finanzdienstleistungen und Lebensmitteln gibt es einen erheblichen Konsumentenanteil von 26 bis 30 Prozent, der stark preisorientiert ist. Dagegen steht beim Autokauf und bei der Reisebuchung der reine Preis nur für jeweils 20 Prozent im Vordergrund. Hier findet man viele Konsumenten, die ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis suchen: Etwa jeweils 20 Prozent der Befragten geben spontan an, dass für sie bei Autokauf und Urlaubsbuchung beide Elemente gleich wichtig sind. Ebenso vielen Konsumenten ist auch beim Kauf von Lebensmitteln wichtig, dass Qualität und Preis stimmen. Im Vergleich zum Vorjahr ist generell der Anteil derer gestiegen, die nicht einseitig auf Preis oder Qualität bzw. Leistung setzen, sondern beiden Aspekten eine ähnliche Bedeutung für ihre Kaufentscheidung einräumen.
 
Ähnlich wie im letzten Jahr beklagen 87 Prozent, dass durch die Einführung des Euro alles teurer geworden ist. 92 Prozent kritisieren, dass man für sein Geld heute insgesamt weniger bekommt als noch vor wenigen Jahren. 63 Prozent und damit etwas weniger als 2004 geben an, sich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation einzuschränken. Die hohe Preisorientierung der Deutschen bedeutet jedoch nach wie vor nicht, dass die Mehrheit der Konsumenten grundsätzlich nach dem jeweils günstigsten Produkt schielt. 69 Prozent sind weiterhin bereit, für eine gute Beratung auch einen höheren Preis zu bezahlen. Der Anteil derer, die regelmäßig nach dem günstigsten Produkt suchen, liegt bei 24 Prozent und damit sogar deutlich niedriger als noch vor einem Jahr (38 Prozent). Nur 23 Prozent tätigen ihren Einkauf bevorzugt in Geschäften, die Bonus- und Rabattprogramme anbieten. An den Umgang mit derartigen Angeboten scheinen sich die deutschen Konsumenten allerdings langsam zu gewöhnen. Nach 53 Prozent im letzten Jahr beklagen aktuell nur noch 46 Prozent, sie täten sich bei derartigen Programmen schwer, den Überblick über die tatsächlichen Preise zu behalten. Auch wenn die Deutschen mittlerweile weniger darauf aus sind, ständig das preisgünstigste Produkt zu kaufen, bleibt der Preisvergleich für sie ein wichtiges Thema. 50 Prozent der Verbraucher nehmen beim Lebensmitteleinkauf Preisvergleiche vor. Den Erwerb teurer Produkte bereiten sogar 85 Prozent mit intensiven Preisrecherchen vor. Betroffen sind hiervon nicht zuletzt hochpreisige Markenprodukte. Sie sind zwar jedem Zweiten beim Einkauf wichtig, ihre Preise aber sehen 60 Prozent der Deutschen als nicht gerechtfertigt an. Wohl auch deshalb nicht, weil sie dem Preis immer weniger als Qualitätsindiz zu trauen scheinen. Betonte 2004 noch die Hälfte der Bundesbürger (48 Prozent), sie würden bei fehlenden Produktinformationen den Preis zur Qualitätsbeurteilung heranziehen, sind es derzeit 42 Prozent.
Quelle: TNS Infratest; www.tns-infratest.com

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