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Gespaltene Entwicklung in Europa

Die Anschaffungsneigung ist in Europa sehr unterschiedlich ausgeprägt (Quelle: GfK) 

 Die Anschaffungsneigung ist in Europa sehr unterschiedlich ausgeprägt (Quelle: GfK)

Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa ist gespalten: Während vor allem die nördlichen und östlichen Staaten auf eine Erholung zusteuern, steht den Krisenländern im Süden und Westen ein weiteres hartes Jahr bevor, was die Entwicklung von Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie der Anschaffungsneigung betrifft.

Europa trägt schwer an den verschiedenen Krisen. Die Arbeitslosigkeit ist im März auf den höchsten Wert seit der Einführung des Euro gestiegen und bleibt damit das größte Problem Europas: 19 Millionen Menschen haben keinen Job. Das ist eine Quote von 12,0 Prozent. Doch die Schere klafft gewaltig auseinander: Während in Griechenland und Spanien ein Viertel der Bevölkerung ohne Job ist, sind es in Österreich oder Luxemburg beispielsweise lediglich etwas mehr als 5 Prozent.

Doch für die hohe Arbeitslosigkeit und die Verschuldung sind nicht allein die einzelnen Staaten verantwortlich. Auch die Unternehmen in den Krisenländern sind massiv überschuldet. In Spanien haben die Unternehmen Schulden in Höhe von 186 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angehäuft. In Portugal sind es 158 Prozent, in Frankreich 134 Prozent, in Irland sogar 289 Prozent. Unternehmen mit solch hohen Schulden können jedoch auch nicht investieren, kein neues Wachstum generieren und keine neuen Jobs schaffen.

Die Schwäche im Euro-Raum macht auch der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Ein Minus von 0,6 Prozent im letzten Quartal 2012 ist der bisherige Tiefpunkt. Die Wirtschaft hierzulande wächst langsamer als bislang angenommen. Die Wachstumsprognose für 2013 beträgt derzeit zwischen 0,5 Prozent und 0,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Damit kann sich die stabile deutsche Konjunktur nicht länger völlig von der Rezession im Euro-Raum sowie dem weltweiten Abschwung abkoppeln. Allerdings sind die Rahmenbedingungen im Land selbst weiterhin sehr gut: Die Arbeitslosigkeit liegt auf einem historisch niedrigen Stand von 5,3 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit ist mit 7,9 Prozent eine der niedrigsten in Europa.

Das sind Ergebnisse des GfK Konsumklima Europa und USA, das einen Überblick über die Entwicklung von Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie der Anschaffungsneigung der Konsumenten in zwölf europäischen Staaten sowie den USA gibt.
Nähere Informationen zu GfK finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: GfK

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