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Editor's Pick


Gesundheitspolitiker fallen bei Ärzten durch

Das Verhältnis der Ärzte zu den treibenden Kräften der Gesundheitspolitik ist nach wie vor schlecht. Die Ärzte kritisieren vor allem die mangelnde Sachkompetenz bei den politischen Entscheidern.
 
Interessant dabei ist, dass auch das Verhältnis zu den eigenen, regional gegliederten Standesvertretungen sehr gespannt ist, obwohl es sich im Vergleich zum dritten Quartal 2006 leicht verbessert hat. Das Gleiche gilt für das Verhältnis zu den Krankenkassen. Während die Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigungen zum Teil als Erfüllungsgehilfen der Politik und der Krankenkassen tituliert werden, beklagt die Mehrheit der Hausärzte bei den Krankenkassen deren unnötige Bürokratie und Behandlungseinschränkungen. Der Indikator Gesundheitspolitik liegt derzeit bei minus 10 Punkten. Für das laufende Quartal wird eine weitere Verschlechterung um 3 Punkte erwartet.
 
Arztpraxen: schwierige finanzielle Situation
 
Die kritische Meinung der Ärzte zur Gesundheitsreform spiegelt sich auch in der pessimistischen Einschätzung der wirtschaftlichen Situation wider. Nur jeder fünfte Arzt war im vierten Quartal 2006 mit der finanziellen Situation seiner Praxis zufrieden. Alle übrigen hatten mit einem sinkenden Praxisumsatz sowie einer stärkeren Arbeitsbelastung zu kämpfen. Der Index Arztpraxen liegt aktuell bei minus 29 Punkten. Für die Zukunft wird zwar mit minus 16 Punkten ein deutlich höherer Indexwert erwartet. Das bedeutet jedoch nur, dass die Ärzte von einer geringeren Verschlechterung ihrer Praxissituation ausgehen als in der Vergangenheit.
 
Patienten: Zufriedenheit ist gestiegen
 
Im Gegensatz dazu waren die Patienten nach Aussage der Ärzte im vierten Quartal 2006 mit der medizinischen Versorgung wieder zufriedener. Der zugehörige Index weist einen Wert von 5 Punkten aus. Die Zukunft sieht jedoch nach Ansicht der Ärzte nicht besonders rosig aus. Für das erste Quartal 2007 wird ein Wert von minus 18 Punkten erwartet.
 
Ärzte stehen hinter Protestaktionen
 
Die Ärzteschaft steht solidarisch hinter den Protestaktionen gegen die Gesundheitsreform. Insbesondere der damit verbundene Ausbau der Bürokratie, die Verschärfung der Budgetierung und die dadurch einhergehende Verschlechterung der Patientenversorgung rufen den Protest auf den Plan. Das "bürokratische Monster" Gesundheitsfonds verschlingt nach Meinung der befragten Ärzte die finanziellen Mittel, die für das Gesundheitssystem erforderlich wären. 83 Prozent befürworten die Aktionen oder haben selbst daran teilgenommen. Die verschiedenen Protestaktionen werden von fast allen Ärzten als wichtiges Mittel zum Ausdruck ihrer Unzufriedenheit gesehen.
 
Zur Studie Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie "GfK Ärzteklima-Index" und basieren auf vierteljährlichen Onlinebefragungen von insgesamt 372 Allgemeinmedizinern und Internisten in Deutschland.
 
Quelle: GfK; www.gfk.com

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