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GfK verteidigt Konsumklimaindex im Interview mit Der Handel

Die GfK ist in die Kritik geraten, weil sich ihr aktuell positiver Konsumklimaindex nicht mit den negativen Umsatzzahlen des Einzelhandels deckt. In einem Interview mit der Der Handel verteidigt der GfK-Konsumforscher Rolf Buerkle den Indikator.
 
Laut Buerkle ist die Grundlage für die Ermittlung des Konsumklimas alle Ausgaben in privaten Haushalten. Davon macht der klassische Einzelhandel lediglich 30 bis 35 Prozent aus. Immer mehr wird für für Mieten, Versicherungen, Urlaub oder Telekommunikation ausgegeben.
 
Die Lage im Einzelhandel stellt sich sehr uneinheitlich dar, rechtfertigt sich Buerkle. Dem Segment Unterhaltungselektronik beispielsweise gehe es sehr gut, hingegen sei die Lage im Lebensmittel- und Textilhandel schwierig.
 
Zudem sei der Bereich E-Commerce immer noch schwer zu erfassen. Der GfK-Experte betont, dass es durchaus einen Aufschwung beim Konsum gäbe - aber auf niedrigem Niveau. "Der Konsumklimaindex liegt derzeit bei 3,5 Punkten, aber langfristig gesehen liegt dieser Wert im Durchschnitt bei 9 Punkten."
 
Kritik an zu allgemein gehaltenen Fragen bei der Ermittlung des Klimaindexes verteidigt Buerkl mit dem Verweis auf die EU-weite Ausrichtung dieser Untersuchung. In ganz Europa würden den Verbrauchern dieselben Fragen gestellt. Dass sich deswegen überall die Stimmung von der tatsächlichen Lage unterscheidet, ist für Buerkle ein Grund zu vermuten, "dass sich das Verbraucherverhalten vielleicht geändert hat. Schließlich stehen wir vor der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahren".
Quelle: Der Handel; www.derhandel.de

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