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Gretchenfrage in Europa und den USA

In Europa und den USA fühlen sich durchschnittlich drei von vier Personen einer Religion zugehörig, allerdings gibt es beachtliche Unterschiede innerhalb Europas. Besonders gläubige Bürger sind die Rumänen (97 Prozent), Türken (95 Prozent) und Griechen (89 Prozent). Während die Griechen und Rumänen zum größten Teil der orthodoxen Kircheangehören, bekennen sich die Türken fast ausschließlich zum muslimischen Glauben. Am wenigsten religiös erweisen sich die Tschechen, dort fühlen sich 63 Prozent keiner Religion zugehörig, und die Niederländer (53 Prozent). In Belgien und Deutschland gehören 40 Prozent keiner bestimmten Religion an. In 13 der 21 befragten Länder sind unter den gläubigen Bürgern die Mehrheit Katholiken. Fast rein katholische Länder sind Italien (98 Prozent), Polen (98 Prozent), Spanien (93 Prozent), Slowenien (93 Prozent) und Belgien (90 Prozent). In den nordischen Ländern Dänemark, Finnland und Schweden hingegen dominiert mit einem Anteil um die 90 Prozent klar der Protestantismus. Das einzige Land, wo es in etwa gleich viele Protestanten und Katholiken gibt, ist Deutschland: 48 Prozent der Deutschen sind katholisch 43 Prozent sind protestantisch.
 
An Gott oder einen anderen überirdischen Schöpfer glauben 70 Prozent der Westeuropäer, 80 Prozent der Zentraleuropäer und 86 Prozent der Amerikaner. Am wenigsten gläubig zeigen sich hier die Tschechen mit 32 Prozent, gefolgt von den Bewohnern der nordischen Länder Schweden und Dänemark mit jeweils 45 und 49 Prozent. In allen Ländern zeigt sich, dass deutlich mehr Frauen als Männer gläubig sind. Beispielsweise glauben in Westeuropa zwei von drei Männern und drei von vier Frauen an die Existenz von Gott.
 
Beim Besuch religiöser Veranstaltungen unterscheiden sich die Nationalitäten ebenfalls stark. Wenn man familiäre Anlässe, wie beispielsweise Hochzeit, Taufe oder Beerdigung ausschließt, so gehen 25 Prozent der Gläubigen in Westeuropa - so auch in Deutschland - mindestens einmal pro Woche zu einer religiösen Veranstaltung, 50 Prozent tun dies nur maximal viermal im Jahr. Die Ausnahme im westlichen Europa bilden die Italiener - hier gehen knapp 40 Prozent mindestens einmal pro Woche zu einer religiösen Veranstaltung. Eher wenig beliebt sind Kirchenveranstaltungen bei den Schweden und Dänen, sie besuchen die Kirche so gut wie nie. In Zentraleuropa sind religiöse Veranstaltungen hingegen beliebter: knapp vier von zehn, im katholisch geprägten Polen sogar sechs von zehn Bürger gehen mindestens einmal die Woche in die Kirche.
 
Jeder dritte Westeuropäer ist der Meinung, in den letzten fünf Jahren einen verstärkten Antisemitismus zu verspüren, eben so viele sehen keine Veränderung und 13 Prozent sehen eher einen Rückgang. Allerdings glauben besonders viele Belgier, Holländer und Schweizer, in ihrer Heimat einen Anstieg zu verspüren. In Deutschland und auch in den USA sehen knapp 40 Prozent einen Anstieg des Antisemitismus. Ebenso viele denken aber auch, dass sich nichts verändert hat. In Zentral- und Osteuropa sind die Einschätzungen der Bürger deutlich moderater: Durchschnittlich glauben 17 Prozent in diesen Ländern, dass sich der Antisemitismus im Land im genannten Zeitraum verstärkt hat. Ebenso viele meinen sogar, dass er sich verringert hat und jeder Dritte schätzt die Situation als unverändert ein. Mit 30 Prozent trauen sich hier überdurchschnittlich viele Menschen gar kein Urteil darüber zu.
 
Über die Hälfte der Westeuropäer glaubt, dass heutzutage Muslime, die in der europäischen Gesellschaft leben, eher abgelehnt werden. Besonders stark wird die Ablehnung in Schweden (75 Prozent) und Holland (72 Prozent) wahrgenommen. Aber auch in Belgien, Dänemark, Deutschland, Österreich und der Schweiz sind zwei von drei Bürgern dieser Ansicht. In den westeuropäischen Ländern glauben die Briten mit 40 Prozent am seltensten, dass Muslime abgelehnt werden. Noch weniger kritisch sehen dies mit 30 Prozent die Zentral- und Osteuropäer.
Quelle: GfK Custom Research Worldwide; info@gfkww.uunethost.be

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