ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Grippewelle sorgt für erfolgreiches OTC-Geschäft

Der Winter 2008/2009 hatte Deutschland fest im Griff – das signalisieren auch die neuesten Zahlen im Pharma- und Gesundheitsmarkt: Rezeptfreie Produkte wie Grippe- und Hustenmittel, Erkältungsbonbons, Schnupfensprays und Halsschmerzmittel zur Linderung von Erkältungs- und Grippesymptomen gingen im ersten Quartal 2009 wie geschnitten Brot.
 
Apotheken, Lebensmittelhandel und Drogeriemärkte verbuchten in diesen Indikationsgruppen (gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) zum Teil hohe zweistellige Zuwächse bei Umsatz und Absatz. So kam der OTC-Markt zwischen Januar und März auf 372 Millionen verkaufte Packungen (+2,9 Prozent) und setzte damit 1,987 Milliarden Euro um (+2,1 Prozent).
 
Insbesondere die Vertriebskanäle außerhalb der Apotheke konnten von diesem Nachfrageschub profitieren: Lebensmittelhandel und Drogeriemärkte erzielten mit Produkten für die Selbstmedikation Um- und Absatzsteigerungen von 5,6 bzw. 5,1 Prozent und damit weit überdurchschnittliche Werte zum Gesamtmarkt. Während die Grippesaison den Verkauf entsprechender Mittel beflügelte, litten allerdings die meisten anderen frei verkäuflichen Arzneimittel unter einer Nachfrageschwäche und schlossen das erste Quartal mit einem Minus vor dem Komma ab.
 
Positiv bleibt die Entwicklung im Gesamtmarkt Pharma- & Healthcare: Er verbuchte über alle Vertriebsschienen (Apotheke + LEH + Drogeriemärkte) hinweg ein Plus von 2,5 Prozent auf 9,54 Milliarden Euro und kann damit erneut eine positive Quartalsbilanz vorweisen. Auch die Absätze konnten in diesem Zeitraum mit einem Plus von 2,7 Prozent auf 542,5 Millionen Packungen gesteigert werden. Wachstumstreiber waren in erster Linie wieder die rezeptpflichtigen Arzneimittel, darunter vorrangig eingelöste Kassenrezepte. Dagegen sanken die Umsätze und Absätze aus eingelösten Privatrezepten.
 
Eine ernstzunehmende Konkurrenz erwächst den stationären OTC-Vertriebskanälen inzwischen durch das prosperierende Online-Geschäft. Immer mehr Verbraucher decken ihren Bedarf an freiverkäuflichen Arznei- und Gesundheitsmitteln per Mausklick in einer Versandapotheke. Der Versandhandel mit OTC-Produkten erreichte nach Erhebungen des neuen Nielsen-Service MailTrack Pharma im vergangenen Jahr ein Volumen von fast 48 Millionen OTC-Packungen. Das entspricht einem Anteil von mehr als fünf Prozent am gesamten Apothekenabsatz dieser Produkte. Damit erzielte der Versandhandel 2008 bereits eine Umsatzbedeutung von 7,3 Prozent (521 Millionen Euro). Diese Entwicklung könnte die Position der Apotheken als dominierendem Vertriebskanal im OTC-Geschäft zukünftig weiter schwächen.
Quelle: The Nielsen Company; www.nielsen.com

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email