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Großteil der Deutschen beabsichtigt von Patientenverfügung Gebrauch zu machen

Das jüngst in Kraft getretene Gesetz, das Ärzte an den Willen des Patienten bindet, wird im Bundesgebiet durchaus positiv aufgenommen. Das repräsentative Ergebnis: 47% der deutschen Bevölkerung befürworten die neuen Regelungen zur Patientenverfügung ausnahmslos. 46% finden es tendenziell gut, sehen aber auch Probleme. Nur 3% stehen dem Erlass ablehnend gegenüber.
 
Darüber hinaus begrüßt die absolute Mehrheit der Bundesbürger (91%) die in Deutschland gegebene Möglichkeit, Vorsorge zu treffen für den Fall, dass man schwer erkrankt und nicht mehr in der Lage ist seinen Willen zu äußern. Dementsprechend ist die Absicht, den eigenen Willen nieder zu schreiben, welche medizinischen Maßnahmen Ärzte durchführen und welche sie unterlassen sollen, weit verbreitet.
 
62% der Bundesbürger planen früher oder später eine Patientenverfügung für sich zu erstellen, 9% haben dies bereits getan. Für lediglich 2% kommt eine solche Verfügung generell nicht in Frage. Hauptmotiv für die Erstellung einer Patientenverfügung ist nicht ausschließlich die Angst vor Leiden (38%). 58% der Deutschen wollen vor allem den Angehörigen die schwierige Entscheidung im Ernstfall abnehmen. Auch ihnen Leid zu ersparen und nicht zur Last zu fallen, spielt eine Rolle (40%). Zudem wünschen sich mehr als die Hälfte (53%) Selbstbestimmung bis zum Schluss.
 
Gegen das Erstellen einer Patientenverfügung spricht insgesamt deutlich weniger, wenn doch insbesondere die Unvorhersehbarkeit von Krankheitsverlauf, Behandlungsmaßnahmen und Überlebenschancen (26%). Außerdem können sich die eigenen Ansichten jederzeit ändern (19%). Auch befürchten je 18%, dass sie mit einer Patientenverfügung ein Risiko eingehen und die Chance auf ein Wiedererwachen vergeben, Ärzte damit Missbrauch betreiben oder aber, dass sich die Ärzte ohnehin nicht an die Verfügung halten würden. Mit zunehmendem Alter stehen die Deutschen diesem Thema immer weniger kritisch gegenüber: 48% der über 50 Jährigen geben an, dass für sie persönlich nichts gegen das Erstellen einer Patientenverfügung spricht.In der Altersgruppe 18-29 Jahre sagen dies nur 17%.
 
EarsandEyes, das Hamburger Markt- und Trendforschungsinstitut, befragte knapp 1.400 Deutsche ab 18 Jahren online.
Quelle: EarsandEyes; www.earsandeyes.com

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