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Handy-Nutzer werden immer jünger

Ein Fünftel der 6- bis 12-jährigen Kinder in Deutschland verfügt bereits über ein eigenes Handy. Bei 13- bis 22-Jährigen liegt die Zahl der Handy-Besitzer bei 84 Prozent. Im Alter von 18 bis 22 Jahren haben sogar 90 Prozent ein eigenes Handy. Die 6- bis 12-jährigen Handybesitzer waren beim Kauf des ersten Handys im Durchschnitt 9,7 Jahre alt. 13- bis 22-jährige Handybesitzer bekamen ihr erstes Handy dagegen erst im Alter von durchschnittlich 14,8 Jahren. Für 60 Prozent der Kinder ist das aktuelle Handy das erste, ein Viertel der Kinder verfügt jedoch bereits über das zweite Gerät. Mehr als ein Drittel der Jugendlichen telefoniert mit dem zweiten Handy, ein weiteres Viertel besitzt bereits das dritte Handy.
 
Die Prepaidkarte ist für Kinder der absolute Renner. 89 Prozent haben eine solche, während nur noch 59 Prozent der Jugendlichen ihre Handykosten im Voraus bezahlen. In allen Altersgruppen ist die 15 Euro-Karte der Favorit. Kinder kommen damit knapp drei Monate lang über die Runden, bei Jugendlichen reicht eine solche Karte gerade mal 5 Wochen. Bei Kindern, die einen festen Vertrag haben, fallen durchschnittlich 13,20 Euro Gesamtkosten pro Monat für die Handyrechnung an. Bei Jugendlichen liegen die monatlichen Kosten mit durchschnittlich 45,20 Euro deutlich höher.
 
Ein cooles Design ist für rund 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen ein relevantes Kaufkriterium. Während Kinder außerdem Spiele wichtig finden, legen Jugendliche hingegen mehr Wert auf ein kleines Format und die Bezahlbarkeit des neuen Modells. Die Auswahlkriterien beim Handykauf sind bei Kindern geschlechtsspezifisch unterschiedlich. Mädchen legen insgesamt etwas mehr Wert auf die Optik und ein UKW-Radio sowie einen MP3-Player. Außerdem sind sie preissensibler als Jungen. Jungen hingegen legen mehr Wert auf technische Spielereien und Neuheiten. Sie sind zudem markenbewusster als Mädchen. Bei den jungen Frauen und jungen Männern zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Zwar ist hier das Markenbewusstsein annähernd gleich ausgeprägt. Junge Frauen legen aber besonderen Wert auf die T9-Eingabehilfe und eine austauschbare Schale, während junge Männer ebenfalls verstärkt an technischen Feinheiten und insbesondere an innovativen Funktionen interessiert sind.
 
Zwischen gewünschten und tatsächlich genutzten Funktionen liegt eine große Diskrepanz. Neben der Grundfunktion des Telefonierens begrenzen sich die Aktivitäten bei Kindern und Jugendlichen meist auf das Verschicken von SMS und Handyspiele. abei spielt das Versenden von SMS für Jugendliche (insbesondere für Mädchen) eine größere Rolle als für Kinder, die lieber Handygames spielen. Auch wenn alle anderen Funktionen des Handys nur selten bis gar nicht genutzt werden, werden sie dennoch von der Zielgruppe verlangt. Dies ist auch ein Hinweis darauf, dass Handys zunehmend zu einem Statussymbol werden, das soziale Anerkennung verspricht.
Quelle: IJF, Institut für Jugendforschung;Die komplette Studie

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