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Heinz Rühmann, Loriot und Franz Beckenbauer wichtigste Persönlichkeiten der Bundesrepublik

Die Bevölkerung zählt den Schauspieler Heinz Rühmann zu den wichtigsten Deutschen der bundesrepublikanischen Geschichte. Wollte man in Deutschland eine Erinnerungsstätte für große Gestalten aus Kunst, Kultur und Sport einrichten, müsste Heinz Rühmann ganz vorn stehen. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) aus der Bevölkerung sieht das so, und zwar in West (54 Prozent) und Ost (58 Prozent) gleichermaßen.
 
In unmittelbarer Nähe zu ihm steht Loriot, den 51 Prozent zu den wichtigsten Deutschen der letzten 60 Jahre aus dem Kulturbereich zählen. Ebenfalls 51 Prozent plädieren für Franz Beckenbauer, der als bedeutende Gestalt aus dem Bereich des Sportes die meisten Stimmen auf sich vereinigt.
 
Zu den zehn Namen aus Kunst, Kultur und Sport, die die Bevölkerung als besonders wichtig ansieht, gehören sechs Sportler, neben Franz Beckenbauer sind das: Michael Schumacher (46 Prozent), Steffi Graf (44 Prozent) und Boris Becker (38 Prozent), Uwe Seeler (35 Prozent) und Fritz Walter (32 Prozent), der 1954 mitgewirkt hat am "Wunder von Bern". Aus dem Bereich von Kunst und Kultur ist unter den ersten Zehn der wichtigsten Deutschen nur noch das ungleiche Paar Thomas Gottschalk (33 Prozent) und Günter Grass (32 Prozent) vertreten.
 
Erstaunlich ist, dass die Spitzengruppe prominenter und wichtiger Persönlichkeiten in Deutschland für junge und für ältere Menschen auf gleiche Weise interessant wäre. Die Unter-30-Jährigen nennen keine anderen Namen, sie gruppieren die Persönlichkeiten in ihrer Bedeutung nur anders. Vorne stehen bei ihnen ganz eindeutig Franz Beckenbauer (61 Prozent), Michael Schumacher (59 Prozent), Steffi Graf (52 Prozent) und Thomas Gottschalk (44 Prozent). Allerdings: Herbert Grönemeyer (40 Prozent) dürfte für die Jüngeren in der Spitzengruppe auch nicht fehlen.
 
Bedeutende Namen aus Kunst und Kultur erscheinen in der Rangliste vor allem auf den Plätzen 11 bis 20. Heinrich Böll zählen 28 Prozent zu den hervorragenden Gestalten, Herbert Grönemeyer und Mario Adorf nennen je 25 Prozent und Inge Meysel 23 Prozent.
 
Bei der Rangordnung der Namen ist sich die Bevölkerung in West und Ost im Allgemeinen erstaunlich einig. Nicht einig ist man sich jedoch sehr oft bei Namen, mit denen sich vor allem die Ostdeutschen identifizieren. Henry Maske zählen 42 Prozent der Ostdeutschen zu den wichtigsten Deutschen, in Westdeutschland tun das nur 22 Prozent. Für Katarina Witt stimmen im Osten 38 Prozent, im Westen nur 16 Prozent. Der Dirigent Kurt Masur wird im Osten von 35 Prozent genannt, im Westen nur von 11 Prozent.
 
Von den westdeutschen Namen auf der Liste bedeutender Gestalten aus der bundesrepublikanischen Geschichte findet vor allem der Fußballweltmeister Fritz Walter deutlich unterschiedliche Anerkennung. In Westdeutschland halten ihn 35 Prozent für besonders bedeutsam, in Ostdeutschland nur 21 Prozent. Der Historiker Joachim Fest hat Fritz Walter einmal als den mentalen Gründungsvater der damaligen Bundesrepublik bezeichnet. Unter diesem Gesichtspunkt wird die unterschiedliche Ost-West-Wahrnehmung dieses Sportlers gut nachvollziehbar.
 
Das sind die Ergebniss einer vom 10. bis 22. Januar 2009 vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführten repräsentativen Befragung der gesamtdeutschen Bevölkerung ab 16 Jahren. Befargt wurden 927 Personen zu bedeutenden Persönlichkeiten aus Kunst, Sport und Kultur.
Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach; www.ifd-allensbach.de

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