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Hoffnung auf den Konjunkturaufschwung

Die Stimmung deutscher Verbraucher hat sich im Oktober gebessert. Sowohl im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung als auch auf ihre eigene finanzielle Situation äußern sich die Menschen spürbar zuversichtlicher als im Vormonat. Im Oktober hat der Indikator Konjunkturerwartung um fast sechs Punkte zugelegt. Er liegt mit 1,4 Punkten zum ersten Mal seit Februar 2004 wieder über dem Wert Null, der den langfristigen Durchschnitt dieses Indikators markiert. Die optimistischere Einschätzung der Konjunkturaussichten durch die Verbraucher deckt sich mit den Urteilen anderer Institutionen. So erwarten unter anderem auch die deutschen Unternehmen künftig eine leichte Belebung der Konjunktur, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in seiner aktuellen Herbstumfrage feststellte. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten davon aus, dass sich die Konjunktur etwas erholt: Jedoch warnen sie davor, verfrüht von einem wirklichen Aufschwung zu sprechen.
 
Nachdem der Indikator Einkommenserwartung im Vormonat noch etwas zurückgegangen war, legte er im Oktober um 6,5 Punkte zu und stieg damit auf einem Wert von minus 5,1 Punkten. Damit bleibt dieser Indikator zwar seinem Zick-Zack-Kurs treu - in seiner Gesamtentwicklung tendiert er jedoch im Moment leicht nach oben. Im Sog verbesserter Einkommensaussichten hat sich auch der Indikator Anschaffungsneigung im Oktober wieder etwas erholt. Mit einem Plus von 3,2 Punkten auf einen Wert von minus 10,2 Punkten hat er den starken Verlust des Vormonats in Höhe von knapp 9 Punkten jedoch nur geringfügig ausgeglichen. Insgesamt jedoch setzt sich die erneute tendenzielle Aufwärtsentwicklung, die bereits Ende 2004 begann, im Herbst 2005 fort. Die Anschaffungsneigung verbesserte sich in beiden Teilen Deutschlands, im Osten mit einem Plus von gut 8 Punkten überdurchschnittlich, im Westen lediglich um 1,6 Punkte. Der Indikatorwert in den neuen Bundesländern bleibt jedoch mit minus 23,4 Punkten deutlich niedriger als im Westen mit minus 6,6 Punkten.
 
Der allgemein verbesserten Stimmung im Oktober ist es zu verdanken, dass auch der Konsumklimaindikator steigt. Für November prognostiziert der Indikator einen Wert von 3,4 Punkten nach 3,1 Punkten für den Vormonat. Das Maß der Aufwärtsentwicklung der Indikatoren, auf denen das Konsumklima basiert, ist jedoch immer noch schwach. Die aktuelle Entwicklung könnte aber ein Hinweis darauf sein, dass das Weihnachtsgeschäft ein wenig die im Jahr 2005 weitgehend ausgebliebene Konsumlust beleben könnte. Ob und wie weit das zu einem wirklichen Stimmungswandel über das Jahresende hinaus führt, wird allerdings davon abhängen, ob es der neuen Regierung gelingt, überzeugend aufzuzeigen, wie sie die Wende in der Wirtschaftsentwicklung und auf dem Arbeitsmarkt sowie in der Sanierung des Staatshaushalts angehen will.
Quelle: GfK AG; www.gfk.de

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