ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


IMSF kritisiert ADAC-Befragungen

Die Initiative Markt- und Sozialforschung e.V. (IMSF) nimmt den Fall ADAC zum Anlass und erinnert an das richtige Vorgehen bei Erhebung und Repräsentativität: Die Aussagekraft einer Erhebung, also die Übertragbarkeit ihrer Ergebnisse auf eine festgelegte Grundgesamtheit, generiert eine Erhebung aus der ihr zugrunde liegenden Methodik. Forscher sprechen hier von der Repräsentativität der Umfrage.
 
Die Fallzahl spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, deutlich wichtiger ist, dass die Stichprobe in relevanten Merkmalen, bei Bevölkerungsumfragen zum Beispiel hinsichtlich Geschlecht, Alter und Bildung, dieselbe Struktur wie die Grundgesamtheit aufweist. Hierzu wird entweder die Stichprobe nach dem Zufallsprinzip gezogen - alle Individuen, über die eine Aussage getroffen werden soll, müssen hierbei die gleiche oder wenigstens eine berechenbare Wahrscheinlichkeit haben, in die Stichprobe zu gelangen. Alternativ kann man eine Stichprobe ziehen, bei der Quoten für die relevanten Merkmale vorgegeben werden. Diese müssen der Verteilung in der Grundgesamtheit entsprechen. Eine möglichst große Stichprobe hingegen erhöht lediglich die statistische Sicherheit und reduziert den Zufallsfehler.
 
Somit wird klar: Eine Erhebung, bei der nur ADAC Mitglieder, die sich selbstständig meldeten, befragt werden, kann kaum belastbare Aussagen über das Lieblingsautomobil der deutschen Bevölkerung treffen. Auch repräsentative Umfragen zu verkehrspolitischen Positionen des ADAC, die ausschließlich unter ADAC Mitglieder durchgeführt werden, können in Zukunft nur Aussagen über die Grundgesamtheit – also die ADAC Mitglieder – treffen, nicht jedoch über die gesamtdeutsche Bevölkerung.
 
Abschließend bemerkt die IMSF: Das laut Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes im Jahr 2013 am häufigsten neu zugelassene KFZ-Modell in Deutschland war mit über 244.000 Einheiten der VW Golf/Jetta, gefolgt vom VW Passat und dem 3er BMW. Der Gewinner des Gelben Engels 2013 für das Lieblingsauto der Deutschen, die Mercedes A-Klasse, schaffte es dabei nur auf Platz 12 der Neuzulassungen 2013.
Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email