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ITC-Märkte wieder in Fahrt

Das Jahr 2003 stand ganz im Zeichen der technologischen Errungenschaften auf dem ITC-Markt. Produkte wie Notebooks, Fotodrucker, Mobiltelefone mit Kamerafunktion, Laserdrucker und Multifunktionsgeräten lagen im Trend und wurden insgesamt 30 Prozent mehr verkauft als im Vorjahr. Hingegen blieben Produkte, die auf "alter" Technologie basieren, wie zum Beispiel Röhrenmonitore, in den Regalen liegen. Wie im Vorjahr griff der Käufer im Jahr 2003 bevorzugt zu nutzerfreundlichen ITC-Produkten. Kaufentscheidend blieben die Zweckmäßigkeit und leichte Bedienbarkeit des Produkts. So stieg gegenüber dem Vorjahr die Stückzahl an verkauften LCD-Monitoren um 100 Prozent und an verkauften Multifunktionsgeräten um 135 Prozent. Diese Produkte wurden über indirekte Vertriebswege verkauft. Das Gesamtvolumen der Märkte für individuelle ITC-Hardware und Verbrauchsmaterialien in Westeuropa wird für das Jahr 2003 auf 67,8 Milliarden Euro geschätzt. Trotz hohen Abverkaufs verminderten enorme Preisnachlässe den Umsatz um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das resultiert im Wesentlichen aus den großen Preiskämpfen im PC-Markt.
 
Die Schlagzeilen europäischer Medien zu ITC-Produkten thematisierten im letzten Jahr vor allem den Erfolg der so genannten Consumer Notebooks, den Notebooks für jeden Bedarf. Westeuropa zieht in diesem Segment langsam mit den fortschrittlichsten Ländern in Asien und den USA gleich: 35 Prozent der an Endverbraucher verkauften PCs im Jahr 2003 waren Notebooks, während es ein Jahr zuvor nur 18 Prozent waren. LCD-Monitore verkauften sich ebenfalls gut: Seit Mai 2003 wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum doppelt so viele Monitore verkauft, für das gesamte Jahr 2003 waren es immerhin noch 51 Prozent. Mobiltelefone mit Kamerafunktion und Fotodrucker sind zwei Objekte, deren Absatz deshalb stieg, weil sie im Vergleich zu älteren Hardware-Plattformen diese nicht nur ersetzen, sondern darüber hinaus noch einen Zusatznutzen bieten. Eine weitere umsatzsteigernde Komponente ist die neuartige bzw. intensivere Nutzung von ITC-Produkten, die schon länger in Gebrauch sind: Das gilt beispielsweise für Produkte wie Sicherheits-Software, virtuelle privat Netzewerke und die Wireless Lans, die zunehmend als Abonnement via Internet erworben werden. Hier holte der private Absatz den Absatz für die geschäftliche Nutzung bereits ein.
 
Die ITC-Wettbewerbslandschaft verlangt nach neuen Strategien Die Märkte polarisieren sich zwischen der Industrie einerseits und den Privatnutzern andererseits sowie zwischen individuellen und professionellen Heimausstattungen. Das betrifft sowohl die Produkte selbst als auch die Absatzkanäle. Das Jahr 2003 war für etablierte ITC-Marken hinsichtlich des Privatbereichs insgesamt gesehen ein gutes Jahr. Der Druckerbereich hielt sich gut durch das Wachstum bei Multifunktionsgeräten. Im PC-Bereich half der Trend hin zum Notebook, das Fortschreiten der so genannten White Box und den Zuwachs von Anbietern montierter PCs zu unterbinden. Allerdings war dieser Sieg nur eine Verschnaufpause in einem langwierigen Wettstreit, da sich der Preiskampf weiter verschärfte. Der Kunde – ob IT-Manager oder Privatnutzer – steht technischen Neuheiten, die sich erst noch bewähren müssen, weiter skeptisch gegenüber. Die traditionellen Grenzen, die aus den frühen Zeiten der ITC-Branche stammen, lösen sich langsam auf. In Westeuropa schnitten die so genannten Consumer Channels – Vertriebskanäle für den Endverbraucher – wie Computershops, Elektrofachhandel, Verbrauchermärkte, Supermärkte, Warenhäuser und Versandhäuser bei individueller ITC-Hardware und Verbrauchsmaterialien besser ab als ihre Kollegen in den sogenannten Business Channels – den Vertriebskanälen im geschäftlichen Bereich.
 
Der ITC-Markt hat inzwischen einen reifen Produktlebenszyklus erreicht, der sich durch einen hohen Grad der Marktdurchdringung auszeichnet. Für das Wachstum in diesem Markt sind künftig sowohl Innovationen als auch neue Produktbereiche sowie Erneuerungen der bestehenden Grundausstattungen entscheidend. Mehr als 50 Prozent des Umsatzes der individuellen ITC-Hardware betreffen nach wie vor den Verkauf von PCs und Monitoren. Obwohl positive Tendenzen in Spezialbereichen, beispielsweise in der Videobearbeitung und Datenerfassung entstehen, ist der Verkauf von Peripheriegeräten bisher eher enttäuschend. Die Käufer ziehen ein komplett neues Produkt dem Upgrade eines Grundgerätes vor. Das gilt sowohl für Geschäfts- als auch Privatkunden. Auch wenn sich die Marktlage wieder verschlechtern kann, wird es dennoch keine Abkehr von der Informationsgesellschaft geben. Das hat bereits der Markt der Mobiltelefone gezeigt. Betrachtet man die gute Entwicklung für das Jahr 2003, kann man jedoch auch 2004 ein strukturell gutes Jahr erwarten. Die ITC-Märkte entwickeln sich entgegen der landläufigen Meinung nicht revolutionsartig sondern evolutionsartig.
Quelle: GfK AG; public.affairs@gfk.de

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