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Image treibt die Arbeitgeberwahl

Eine sehr große Gruppe von Arbeitnehmern findet ganz ohne Stellenanzeigen ihren Weg zum Arbeitgeber. Entscheidend ist für sie das Arbeitgeberimage. Bei 41 Prozent der Befragten haben Medien keine Rolle bei der Wahl ihres aktuellen Arbeitgebers gespielt. Besonders hoch ist dieser Anteil bei Führungskräften (49 Prozent). Persönliche Beziehungen und Empfehlungen wirken in dieser Gruppe als wichtigste Treiber der Arbeitgeberwahl.
 
Insgesamt gaben bei 36 Prozent der Befragten persönliche Beziehungen und Empfehlungen den Ausschlag für die Wahl des Arbeitgebers, bei den Führungskräften sogar bei 38 Prozent. Ähnlich wichtig sind Initiativbewerbungen, 25 Prozent bei der Gesamtheit der Befragten, 29 Prozent bei Führungskräften. Diese Zahlen weisen auf die große Bedeutung eines guten Images hin, denn nur Arbeitgeber, die ein gutes Image haben und quasi automatisch in die engere Wahl kommen, werden empfohlen oder für Initiativbewerbungen ausgewählt.
 
Die emotionale Bindung an den Arbeitgeber entscheidet darüber, ob Mitarbeiter ihrem Unternehmen treu bleiben oder nicht: Während von den emotional schwach gebundenen Mitarbeitern 29 Prozent einen Arbeitsplatzwechsel in den nächsten 12 Monaten für wahrscheinlich halten, beträgt dieser Anteil unter den emotional stark gebunden Mitarbeitern nur 2 Prozent. Mitarbeiter, die sehr häufig das Unternehmen wechseln, sind unabhängig vom Arbeitgeber weniger emotional gebunden und motiviert. Mitarbeiter, die noch nie den Arbeitgeber gewechselt haben, erreichen auf einer Skala der Bindung ans aktuelle Unternehmen 77, Mitarbeiter die fünf Mal oder mehr gewechselt haben, 69 Punkte. Bei der Motivation erreichen die Nicht-Wechsler 73 und die häufigen Wechsler 64 Punkte. Für die Personalauswahl heißt das: Mitarbeiter mit häufigen Wechseln in der Arbeitsbiographie bringen tatsächlich eine geringere Motivation und Bindungsfähigkeit mit.
 
Auffällig sind starke Abweichungen zwischen den Gruppen der wahrscheinlichen Nicht-Wechsler und Wechsler (Perspektive: ein Jahr): Je höher die Wechselbereitschaft, je schlechter sind die erreichten Werte beim Image und bei der Zufriedenheit. Im Hinblick auf das Image unterscheiden sich die beiden Gruppen zum Beispiel erheblich bei den Dimensionen "Fairness" oder "Marktbekanntheit". Hier weichen sie zum Teil um 28 Punkte auf einer Skala von 0-100 voneinander ab. Was die Zufriedenheitsdimensionen angeht, wirken sich Weiterbildungsmöglichkeiten (Abweichung um 33 Punkte) ebenso stark auf die Wechselbereitschaft aus wie die Bezahlung (Abweichung um 33 Punkte).
 
Das sind Ergebnisse einer gemeinsamen empirischen Studie von forum! Marktforschung, der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V. und TMP Communication & Services. Für die Studie wurden im Sommer 2008 rund 500 Angestellte per Telefon interviewt. Es handelte sich um eine repräsentative Stichprobe der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren in Deutschland.
Quelle: forum! Marktforschung; www.forum-mainz.de

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