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Immer mehr Menschen bleiben mobil und fit bis ins hohe Alter

Der Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft wird immer größer, aber das Altsein als solches hat sich in den letzten Jahrzehnten beträchtlich verändert. Sehr viele der Älteren von heute sind in fast allen Lebensbereichen vitaler und mobiler als die Älteren von vor 20 Jahren. Sie sind selbstsicherer und kommunikativer und verfügen länger als damals über einen weiten Interessenhorizont.
 
Dass die Menschen immer älter werden und dabei immer länger aktiv bleiben, lässt sich an vielen Beispielen beschreiben. 1987 gab es in der Altersgruppe der 60- bis 74-Jährigen nur 35 Prozent, die einen Pkw im Haushalt hatten und sich selbst noch ans Steuer setzten. Heute tun dies 64 Prozent aus dieser Altersgruppe. Von den 75- Jährigen und Älteren taten das 1987 nur 10 Prozent, heute sind 32 Prozent derjenigen, die 75 Jahre und älter sind, weiterhin Pkw-Fahrer.
 
Länger anhaltende Mobilität und Weltinteressiertheit kommen auch in der Tatsache zum Ausdruck, dass sich die Freude am Reisen bei den Älteren weniger schnell verliert als vor zwei Jahrzehnten. 48 Prozent der 60- bis 74-Jährigen hatten 1987 eine oder mehrere Urlaubsreisen unternommen. Zwanzig Jahre später ist die Zahl der Urlaubsreisenden pro Jahr in dieser Altersgruppe auf 60 Prozent angewachsen. Erst bei den 75-Jährigen und Älteren merkt man, dass vielen das Reisen allmählich doch beschwerlich wird. Aus dieser Altersgruppe sind im Jahr 1987 nur 31 Prozent verreist. Und diese Zahl ist im Laufe der Jahre bis heute kaum größer geworden (32 Prozent).
 
Die gesteigerte körperliche Fitness der heutigen Alten zeigt sich darin, dass viele bis ins sehr hohe Alter hinein immer wieder gern wandern oder Sport treiben. Die Zahl derjenigen, die häufig oder zumindest ab und zu wandern, ist in den letzten zwanzig Jahren in der Altersgruppe der 60- bis 74-Jährigen von 55 Prozent auf 68 Prozent größer geworden, bei den 75-Jährigen und Älteren ist sie von 28 auf 41 Prozent gestiegen. Die Zahl derjenigen, die bis ins hohe Alter "häufig" oder "ab und zu" zum Schwimmen gehen, ist ebenfalls stark angewachsen.
 
Mit der größer gewordenen Mobilität und zunehmenden geistigen Fitness bleibt auch die Interessiertheit an der Außenwelt heute länger als noch vor zwanzig Jahren erhalten. Damals konnte man noch beobachten, dass das Interesse an Büchern in der Altersgruppe der 75-Jährigen und Älteren deutlich geringer war als bei 60- bis 74-Jährigen. Inzwischen liest auch die große Mehrzahl der 75-Jährigen und Älteren (67 Prozent) noch gern.
 
Alles zusammen - die länger anhaltende Aktivität, die größer gewordene Mobilität und die geistige Fitness - hat auch zur Folge, dass sich das gesellschaftliche Selbstbewusstsein und die kommunikative Situation der älteren Menschen auf erfreuliche Weise verbessert haben. Ein Indikator dafür ist, dass immer weniger ältere Menschen darüber klagen, wie schwer es ist, andere Menschen kennenzulernen. Im Gegenteil, die Zahl derjenigen, die von sich sagen: "Es fällt mir leicht, neue Leute kennenzulernen", ist heute deutlich größer als vor rund zwanzig Jahren. Damals sagten das 44 Prozent der 60- bis 74-Jährigen, heute sagt das mehr als jeder Zweite (57 Prozent) aus dieser Altersgruppe selbstbewusst von sich. Auch bei den 75-Jährigen und Älteren ist die Zahl derjenigen, die sich auf diesem Gebiet nicht besonders schwertun, immerhin von 37 Prozent auf 43 Prozent angewachsen.
 
Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach; www.ifd-allensbach.de

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