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Integration ausländischer Kinder an deutschen Schulen

ist kein brennendes Problem für die Bevölkerung.
 
Die Ereignisse an der Rütli-Schule in Berlin Neukölln und die nachfolgenden öffentlichen Diskussionen haben die Ansichten der Deutschen nicht nachhaltig beeinflusst: 38 Prozent teilen im Herbst 2006 die Auffassung, dass ausländische Kinder zu wenig integriert werden; 40 Prozent waren es im März 2006, wenige Tage vor dem Brandbrief der Lehrerinnen und Lehrer der Rütli- Schule.
 
Auch die Ansicht, dass der hohe Ausländeranteil die Entwicklung deutscher Schülerinnen und Schüler behindert, wird unverändert von weniger als der Hälfte der Bevölkerung geteilt (44 Prozent). Dies ergab eine repräsentative Bevölkerungsumfrage, die das IFAK Institut in Taunusstein im Herbst 2006 unter 1.115 Befragten durchgeführt hat.
 
Die aktuelle Studie des IFAK Instituts zum Thema Bildungspolitik zeigt, dass öffentlichkeitswirksame Problemdiskussionen die Meinungen der Bevölkerung nur dann nachhaltig beeinflussen, wenn bildungspolitische Maßnahmen - ebenso öffentlichkeitswirksam - folgen: Während also die Einschätzung, dass ausländische Kinder zu wenig integriert werden, bereits im Frühjahr 2005, dann im Frühjahr 2006 und jetzt im Herbst 2006 konstant von zwei Fünftel der Deutschen geteilt wird, hat sich das Meinungsbild zu anderen bildungspolitischen Aspekten gewandelt. Waren im Frühjahr 2005 noch 64 Prozent der Bevölkerung der Meinung, dass es zu wenig Fördergelder für Schulen und Universitäten gäbe, so waren es im Frühjahr 2006 - nach dem Start der Großen Koalition und der Ankündigung, Bildung und Wissenschaft verstärkt fördern zu wollen - nur noch 59 Prozent. Dass es zu wenig Fördergelder gibt, sagen aktuell nur noch 52 Prozent der Bevölkerung, angesichts zahlreicher Förderaktivitäten, wie z.B. des Förderprogramms "Exzellenzinitiative".
 
Auch PISA und die daraus resultierenden Maßnahmen zeigen ihre Wirkung: "Schülerinnen und Schüler haben zu wenig Kenntnisse" - dieser Überzeugung waren im Frühjahr 2005 und im Frühjahr 2006 noch jeweils 51 Prozent der Bevölkerung, im Herbst 2006 liegt der Anteil bei 46 Prozent. In einem Punkt ist die Bevölkerung wieder etwas kritischer geworden: einen sehr großen oder großen Stellenwert in der Politik der Großen Koalition messen dem Thema Bildungspolitik aktuell 47 Prozent bei, 52 Prozent einen geringen bzw. sehr geringen Stellenwert; im Frühjahr dieses Jahres war noch eine knappe Mehrheit der Überzeugung, dass Bildungspolitik für die Bundesregierung von (sehr) hoher Bedeutung sei (50 Prozent; im Frühjahr 2005: 46 Prozent).
 
Quelle: IFAK; www.ifak.de

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