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Internet-Nutzung in Deutschland steigt weiter - Zugriff auf elektronische Bürgerdienste stagniert

Die Internet-Nutzung in Deutschland liegt derzeit bei 53 Prozent und ist binnen eines Quartals um drei Prozentpunkte gestiegen. Dagegen liegt die Nutzung von E-Government-Angeboten in Deutschland - gemessen an der Gesamtbevölkerung - bei nur 26 Prozent. Im internationalen Vergleich fällt Deutschland gegenüber dem Vorjahr um einen weiteren Platz zurück. Von 32 untersuchten Ländern landet die Bundesrepublik Deutschland bei der E-Government-Nutzung in diesem Jahr auf Platz 19. Wie im Vorjahr nutzten länderübergreifend durchschnittlich 30 Prozent der Bürger die elektronische Verwaltung via Internet. Zwar ist der Anteil der Government Online-Nutzer in Deutschland von 24 Prozent (2002) auf 26 Prozent (2003) gemessen an der Bevölkerung gestiegen, jedoch steht dem ein rückläufiger Trend unter den Internet-Nutzern gegenüber. In den vergangenen zwölf Monaten haben 55 Prozent der deutschen Onliner auf E-Government-Angebote geklickt. 2002 besuchten noch 57 Prozent behördliche Homepages. Zwar gibt es beim E-Government Fortschritte und eine Vielzahl von Angeboten ist online, jedoch werden sie von den Bürgern offenbar kaum wahrgenommen. Die Einbahnstraße vom Anbieter zum Nutzer kann nach Expertenmeinung nur dann zu einem beiderseitig stärker genutzten virtuellen Datenhighway werden, wenn endlich mehr attraktive Angebote online gehen, die dann - ebenso wie das Thema Sicherheit - offensiv kommuniziert werden.
 
Im Vordergrund der Nutzung von elektronischen Bürgerdiensten steht mit 21 Prozent (18 Prozent in 2002) nach wie vor die Informationsbeschaffung. Downloads auf behördlichen Homepages werden von acht Prozent genutzt. Transaktionen zwischen Bürger und Behörde bei denen persönliche Angaben wie Kreditkarten- oder Kontonummer erforderlich sind, stoßen mit sechs Prozent Nutzung noch immer auf wenig Gegenliebe. Sicherheitsbedenken geben daher auch 2003 den Ausschlag: 81 Prozent der Deutschen halten diese Nutzung elektronischer Behördendienste für unsicher. Weltweit haben durchschnittlich 58 Prozent Sicherheitsbedenken.
 
Von 2001 bis 2003 hat der Anteil der männlichen Government Online-Nutzer stetig von 24 über 26 bis auf 31 Prozent im Jahr 2003 zugenommen. Unterdessen bleibt der Anteil der weiblichen Government Onliner mit 21 Prozent auf gleichem Niveau. Auffällig ist das Wachstum in der Altersgruppe der 25 bis 34-Jährigen: von 32 Prozent in 2001 steigt der Anteil der Government Online-Nutzer in dieser Altersgruppe im Jahr 2003 auf 46 Prozent an. Auch die Altersgruppen der 35 bis 44-Jährigen und der 55 bis 64-Jährigen steigt leicht an. Anders dagegen in der Altersgruppe der bis 24-Jährigen: hier nimmt der Anteil von 36 Prozent (2002) auf 34 Prozent (2003) leicht ab.
 
Wie im Vorjahr haben die skandinavischen Länder Dänemark (63 Prozent), Norwegen (62 Prozent) und Finnland (58 Prozent) bei der Nutzung behördlicher Online-Angebote und Dienstleistungen auch in diesem Jahr die Nase vorn. Den größten Sprung können die Niederlande von 41 (2002) auf 52 Prozent in diesem Jahr verzeichnen. Überdurchschnittliches Wachstum auch in Frankreich wo die Nutzung von 25 Prozent auf 35 Prozent stieg.
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