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Internetnutzung: 60- bis 69-Jährige Spitzenreiter bei den Zuwachsraten aller Altersgruppen

Der Onliner-Anteil in der Generation 50plus steigerte sich binnen Jahresfrist erneut deutlich. Der (N)Onliner Atlas 2008 belegt: Der Anteil der Internetnutzer sinkt zwar immer noch mit steigendem Alter, doch auch in den älteren Gruppen breitet sich das Internet nach anfänglichen Startschwierigkeiten mittlerweile immer rascher aus.
 
Dadurch gleicht sich die Internetgemeinde allmählich den Strukturen der Gesamtbevölkerung an. Die Gruppe der 60- bis 69- Jährigen konnte ihren Anteil an der Internetnutzung um stattliche sechs Prozentpunkte steigern und ist somit Spitzenreiter bei den Zuwachsraten aller Altersgruppen. Der Onliner-Anteil in der Generation 50plus bleibt jedoch trotz starker Zuwächse mit 40 Prozent weiter unterdurchschnittlich. Mit einem Zuwachs von drei Prozentpunkten bleibt die Gruppe der ab 70-Jährigen auch in diesem Jahr hinter der durchschnittlichen Steigerung zurück. Das sind die zentralen Ergebnisse der Internetnutzung nach Altersgruppen im (N)Onliner Atlas 2008, einer Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest.
 
Berlin ist in der Altersgruppe der Best Ager mit 49 Prozent Onlinern und einem Offliner-Anteil von unter 50 Prozent klarer Vorreiter im Bundesländer-Vergleich. An zweiter und dritter Stelle folgen Bremen (47 Prozent Onliner) und Schleswig-Holstein (46 Prozent Onliner). Die höchsten Offliner-Anteile in der Generation 50plus verzeichnet das Saarland mit 68 Prozent. Auch Mecklenburg-Vorpommern mit 64 Prozent und Thüringen mit 63 Prozent Nichtnutzer-Anteil zeigen sich recht internetscheu.
 
Internetnutzung Männer-Frauen: Differenz vergrößert sich
 
Der Geschlechterunterschied hat sich bei den über 50-Jährigen im Vergleich zum Vorjahr vergrößert: Konnten die Frauen 2007 einen sehr viel höheren Zuwachs verzeichnen, werden sie in diesem Jahr (3,5 Prozentpunkte) von den Männern mit sieben Prozentpunkten Zuwachs eindeutig überholt. Das heißt im Ergebnis: 2008 nutzen 51 Prozent der Männer und 31 Prozent der Frauen über 50 Jahre das Internet. 2007 war der Männer-Frauen-Unterschied mit 16,5 Prozentpunkten so gering wie nie, 2008 dagegen ist er mit 20 Prozentpunkten deutlich markanter geworden. Das prozentuale Verhältnis von männlichen zu weiblichen Onlinern über 50 Jahre liegt 2008 bei 57,6 zu 42,4 Prozent.
 
Bildung hat einen positiven Effekt auf die Internetnutzung beider Geschlechter. Während die Schülerinnen einen leicht größeren Onliner-Anteil aufweisen als die Schüler, liegen bei den Befragten mit abgeschlossenem Studium die Männer leicht vorne. Auch bei den Personen mit Abitur, Hochschulreife und Fachhochschulabschluss liegen Männer und Frauen zumindest noch in einer vergleichbaren Größenklasse. In allen anderen Bildungsschichten zeigen sich jedoch große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Am größten wird diese Kluft zwischen weiblichen Onlinern mit einfachem Bildungsabschluss ohne Lehre (25,0 Prozent Onliner-Anteil) und den männlichen Onlinern mit einfachem Bildungsabschluss ohne Lehre (50,7 Prozent Onliner-Anteil).
 
Entgegen dem Ergebnis des Vorjahres ist die Verbreitung der Internetnutzung bei nicht berufstätigen Frauen etwas langsamer angestiegen als bei den nicht berufstätigen Männern. Folglich ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern mit 16 Prozentpunkten wieder etwas größer. In der Gruppe der Berufstätigen nimmt der Abstand jedoch von ca. zehn Prozentpunkten auf ca. sechs Prozentpunkte ab.
 
Medienkompetenz für die Generation 50plus
 
55 Prozent der älteren Menschen seien derzeit offline, das seien 16 Millionen Menschen, denen es meist nicht an weiteren Informationen fehle, sondern an konkreten Erfahrungsmöglichkeiten, die Schüler, Studenten und Berufstätige in ihrem institutionellen und beruflichen Alltag haben, so Birgit Kampmann, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Technik- Diversity-Chancengleichheit e.V. Darüber hinaus müssten zukünftig stärker informelle Vermittlungswege sowie persönliche Kontakte und Netzwerke zur Weitergabe von Erfahrungswissen von Onliner und Offliner aktiviert werden. Auch Multiplikatorinnen und Multiplikatoren vor Ort benötigten konkrete Unterstützung bei der täglichen Medienkompetenzentwicklung.
 
Highspeed Surfen setzt sich auch bei den über 70-Jährigen durch
 
Zwar belegt der (N)Onliner Atlas 2008 erneut, dass die Onliner in der Altersgruppe 50plus noch unter dem Durchschnitt einer mit 65 Prozent allgemein hohen Breitbandnutzung liegt, dennoch sind im Vergleich zum Vorjahr zweistellige Zuwächse bei den Highspeed-Anschlüssen festzustellen. In der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen stieg die Breitbandnutzung um 6, 4 Prozentpunkte auf 60 Prozent an, bei den 60- bis 69-Jährigen sind es sogar zehn Prozentpunkte Zuwachs und somit heute 57 Prozent Breitbandnutzer. Die ab 70-Jährigen weisen den niedrigsten Anteil der Breitbandnutzung auf und reichen mit einem Zuwachs von 6,5 Prozentpunkten auf 49,8 Prozent knapp an die 50-Prozent-Marke heran. Der Breitbandanschluss ist damit heute in allen Altersgruppen die dominierende Zugangsart zum Internet, schmalbandinge Zugangsformen verlieren auch bei den Best Agern weiter an Boden.
 
Mittels ISDN-Anschluss wählen sich in der Altersgruppe der Best Ager noch 19 Prozent der 50- bis 59-Jährigen, 20 Prozent der 60- bis 69-Jährigen und 20 Prozent der ab 70-Jährigen in das Internet ein. Insgesamt sinkt der ISDN-Anteil in allen Altersgruppen innerhalb der Best Ager um drei Prozentpunkte. Das analoge Modem verzeichnet noch größere Rückgänge, insbesondere bei der Generation 60plus. Bei den 60- bis 69-Jährigen verliert das Modem von 2007 auf 2008 acht Prozentpunkte und macht heute einen Anteil von zwölf Prozent der Onliner aus. Die Entwicklung bei den ab 70-Jährigen verläuft ähnlich: Nutzten 2007 noch 21 Prozent ein analoges Modem zur Einwahl ins Internet, so sind es in diesem Jahr mit 15 Prozent deutlich weniger.
Quelle: TNS Infratest; www.tns-infratest.com

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