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Ipsos-Umfrage: Apothekenpreise und wie man ihnen entgeht - Teil 2

Seit Januar 2004 dürfen Arzneimittelhändler ihre Ware über das Internet verkaufen und per Post an die Kunden schicken. Doch in wieweit werden diese Bestellmöglichkeiten überhaupt genutzt? Und wenn sie genutzt werden: was wird bestellt, von wem und bei welchem Anbieter?
 
Ipsos untersuchte in Kooperation mit planung&analyse im Rahmen einer repräsentativen Online-Umfrage unter 1.000 Internetnutzern ab 16 Jahren diese Fragen. In diesem Teil des Berichtes geht es um die Höhe der Ausgaben, die bestellten Arzneimittelkategorien und die bevorzugten Bestelladressen, Teil 1 befasste sich mit dem allgemeinen Bestellverhalten von Arzneimitteln.
 
Arzneimittel waren in der Befragung - für eine bessere Unterscheidung zu OTC-Produkten aus Drogerien etc. - definiert als Mittel, die „Sie sonst nur in der Apotheke erhalten“. In Teil 1 dieser Studie wurde festgestellt, dass über ein Drittel der befragten Internetnutzer (35%) nach eigenen Angaben derzeit Arzneimittel über das Internet bezieht.
 
Mehr als zwei Drittel dieser Internetbesteller (69%) geben pro Bestellung bis zu 50 Euro aus, jeder fünfte (19%) 51 bis 100 Euro, bei Befragten über 45 Jahren sind es sogar 25 Prozent, die einen Bestellwert von 51 bis 100 Euro erreichen.
 
Schmerzmittel & Co.
 
Durchschnittlich gibt es 3,5 Indikationsbereiche für die regelmäßig online bestellt wird. An erster Stelle stehen Schmerzmittel (geordert von über 50%), gefolgt von Vitaminen/Mineralstoffen (45%) und Erkältungs-/ Abwehrmitteln (44%). Frauen bestellen signifikant häufiger als Männer Beruhigungs-/Schlafmittel und Medikamente zur Blasenstärkung. Innerhalb der älteren Altersgruppe (46-64) gewinnen Arzneimittel an Bedeutung, die mehr oder weniger typische Alterserkrankungen abdecken: Herz-/Kreislauf, Diabetes und Cholesterin. Im Osten der Republik werden signifikant häufiger eher pflegende Produkte bestellt als im Westen, z.B. für Haut, Haare, Nägel (25% Ost / 14% West) oder Pflege- und Kosmetikprodukte (26%/16%). „Sensible“ Anwendungsbereiche, für die man eher ungern die ‚reale’, stationäre Apotheke aufsucht, haben ebenfalls eine gewisse Bedeutung im Onlinehandel: Mittel gegen Hämorrhoiden (6% Besteller) und Potenzschwäche/Erektionsprobleme (3%).
 
Die Anbieter: „Auf der Suche nach der Schnäppchen-Pille“ZZ> Jeder vierte Online-Bezieher von Arzneimitteln (25%) hat keinen festen Anbieter, sondern orientiert sich bei jeder Bestellung neu. Bei den Bestellern rezeptfreier Arzneimittel ist es sogar fast jeder Dritte (31%). Befragte ab 45 Jahren (20%) und diejenigen, die auch rezeptpflichtige Medizin bestellen (15%), sind tendenziell eher einem Anbietern treu. Von der vorgegebenen Liste von 19 Online-Anbietern geben 27 Prozent der Besteller an, hauptsächlich bei „DocMorris“ zu bestellen - unter den Älteren (55-64 Jahre) sind es sogar 31 Prozent. Alle anderen Anbieter erreichen nicht annähernd so hohe Werte. Mit deutlichem Abstand zu DocMorris folgt mit zehn Prozent vfg, ein aus Tschechien operierender Anbieter, der sich eher bei den Jüngeren durchsetzt (16%). Ansonsten kann kein weiterer Anbieter die 10-Prozent-Hürde nehmen.
 
Fazit: Das Internet holt auf!
 
Es lässt sich insgesamt festhalten, dass der Trend zu Onlinebestellungen auch den Arzneimittelmarkt erreicht hat und mittlerweile alle Altersgruppen (die privat einen Zugang zum Internet haben) zur Bestellung von Arzneimitteln auf dieses Medium zugreifen. Bevorzugt bestellt werden (noch?) alltägliche Arzneimittel, für die ein gewisses Preisbewusstsein vorausgesetzt werden kann. Aber auch rezeptpflichtige Medikamente, die in Deutschland im Allgemeinen einer gesetzlichen Zuzahlungspflicht unterliegen, werden zunehmend über das Internet bestellt – die Bonusangebote einiger Anbieter dürften diesen Trend unterstützen. Der sehr zersplitterte Anbietermarkt wird derzeit von DocMorris beherrscht - es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Markt in der nächsten Zeit entwickeln wird.
 
Die ausführlichen Ergebnisse können Sie direkt bei Ipsos nachlesen:
Frage des Monats mit planung & analyse
Quelle: Ipsos GmbH, Gudrun Witt; www.ipsos.de

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