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Italienisches Modedesign in Deutschland und auch international am begehrtesten

Während auf der Mailänder Modewoche die Designer mit ihren Kreationen für den kommenden Winter um die Gunst der Käufer und Pressevertreter buhlen, haben die Deutschen ihre liebsten Modeschöpfer bereits gewählt: die beiden italienischen Modegiganten Giorgio Armani und Gucci sind die begehrtesten Designermarken, sowohl in Deutschland, als auch weltweit. 30 bzw. 27 Prozent würden sich etwas von Giorgio Armani oder Gucci kaufen, wenn Geld keine Rolle spielte. Knapp dahinter landen Versace (26 Prozent), Chanel (22 Prozent), Christian Dior (19 Prozent), Ralph Lauren (18 Prozent) sowie Prada und Yves Saint Laurent (jeweils 17 Prozent. Ein leicht anderes Bild zeigt sich beim tatsächlichen Einkaufsverhalten, denn Geld spielt für die meisten Bürger ja leider doch eine Rolle. Jeweils 19 Prozent der Befragten gaben an, sich Kleidung oder Accessoires von Giorgio Armani und Chanel zu kaufen. Versace und Ralph Lauren wurden von jeweils 16 Prozent gekauft, gefolgt von Yves Saint Laurent, Christian Dior und Gucci mit jeweils 15 Prozent.
 
Die Hälfte der Bevölkerung kauft kostspielige Designermode um den eigenen Status zu demonstrieren. Die möglicherweise höhere Qualität scheint kein schlagendes Argument zu sein: nur ein Fünftel der deutschen Umfrageteilnehmer glaubt, dass Designermarken viel hochwertiger als Standardmarken sind. Dementsprechend wenig überrascht das Ergebnis, dass für ebenfalls ein Fünftel der Interviewten Plagiate von Designermarken genauso gut sind wie die Originale. Kaum überraschend ist auch die Tatsache, dass die Konsumenten in den Heimatländern der wichtigsten Designer -- Italien, USA und Frankreich -- vor allem "ihre" Labels kaufen. Folglich halten die nordamerikanischen Verbraucher ihrem Top-Designer Ralph Lauren die Treue, der sowohl die Liste der meistgekauften als auch der begehrenswertesten Marken anführt. Die attraktivsten europäischen Marken für die Nordamerikaner sind Gucci und Giorgio Armani. Traditionelle französische Modedesigner wie Yves Saint Laurent (obwohl mittlerweile in italienischem Besitz), Chanel, Dior und Hermes verzeichnen den höchsten Beliebtheitsgrad bei Kunden in ihrem eigenen Land. Ebenso ist es im modebewussten Italien: Auch hier kauft man am liebsten landeseigenes Design wie Giorgio Armani, Prada, Emporio Armani und Versace.
 
Wer seine Position in dieser Branche auch in den kommenden Dekaden halten will, muss auf Langlebigkeit setzen. Daher erstaunt es nicht, dass die großen Hersteller von Designermode derzeit bestrebt sind, ihre Marken in den aufstrebenden Märkten Asien, Vereinigte Arabische Emirate und Russland zu etablieren. Neben Gucci und Armani verfügen auch Christian Dior und Versace über ein hohes kommerzielles Potenzial in den Schwellenmärkten. Die Marke Christian Dior, der wie Gucci ein erfolgreiches Rebranding gelungen ist, dürfte künftig vor allem in Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Lateinamerika punkten. Versace übt auf chinesische, russische und indische Verbraucherinnen und Verbraucher einen starken Reiz aus - möglicherweise deshalb, weil die auch in USA sehr beliebte Marke ein "Ich hab’s geschafft"-Image repräsentiert, gepaart mit einem glamourösen Lebensstil, und deshalb besonders bei Aufsteigern und so genannten Neureichen ankommt. Für die konservativeren Konsumenten in den reichen Golfstaaten der Vereinigten Arabischen Emirate hingegen sind eher die Marken Giorgio Armani und Chanel begehrenswert. Wer in Indien künftig kann, wie er will, ohne aufs Geld achten zu müssen, wird seinen Kleiderschrank mit Gucci, Giorgio Armani, Louis Vuitton und Dior füllen. In China sind vor allem Chanel und Versace erstrebenswert, gefolgt von Louis Vuitton und Giorgio Armani.
Quelle: A.C. Nielsen; www.acnielsen.de

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