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Jugendliche Kaufkraft

Jugendliche verfügen in diesem Jahr im Vergleich zu 2003 über 15 Prozent weniger Geld. 13- bis 17-Jährige sind von dieser Entwicklung stärker betroffen als 18- bis 20-Jährige. Insgesamt belaufen sich die Einnahmen der Jugendlichen in Deutschland auf 21,1 Mrd. Euro. Trotz eines geringen Anstiegs beim Taschengeld und anderen, regelmäßigen Geldzuwendungen büßen die Heranwachsenden nahezu die Hälfte der unregelmäßigen Geldzuwendungen ein. Offensichtlich sitzt den "Sponsoren" wie Eltern, Verwandten etc. das Geld nicht mehr ganz so locker in der Tasche. Leicht rückläufig sind darüber hinaus die Einnahmen aus regelmäßigem Gehalt sowie aus Jobs und Nebentätigkeiten. Die Pro-Kopf-Einnahmen der 13- bis 20-Jährigen liegen im Durchschnitt bei monatlich 233 Euro. 13- bis 17-Jährige erhalten dabei 107 Euro, den 18- bis 20-Jährigen stehen 443 Euro zur Verfügung.
 
Trotz geringerer Einnahmen bleibt die Sparquote im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. 65 Prozent der 13- bis 20-Jährigen verfügen über ein Sparguthaben das im Durchschnitt 1.961 Euro beträgt und damit leicht rückläufig ist. Während jugendliche Sparer in den Alten Bundesländern im Schnitt 2.050 Euro zurückgelegt haben, können Jugendliche aus den Neuen Bundesländern im Schnitt nur ein Sparguthaben in Höhe von 1.600 Euro vorweisen. Bedingt durch die verminderten Einnahmen müssen Jugendliche heute etwas besser haushalten. Ihr frei verfügbares Geld ist im Vergleich zum Vorjahr von 1.732 Euro um fast 3 Prozent auf 1.678 Euro pro Jahr gesunken. Der Anteil des frei verfügbaren Geldes nach Abzug aller laufenden, festen Kosten wie Miete, Telefon, Versicherungsbeiträge etc. liegt mit 7 Prozentpunkten mehr als im Vorjahr aktuell bei 60 Prozent.
 
Nach wie vor geben Jugendliche, insbesondere junge Männer, am meisten Geld für ihre Mobilität aus (Auto, Mofa, Roller), wenn auch die Konsumfreude insgesamt etwas nachgelassen hat. An zweiter Stelle stehen die Ausgaben für Kleidung sowie Essen und Trinken beim Ausgehen. Die Zahl der jugendlichen Schuldner hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Bereits 12 Prozent der 13- bis 17-Jährigen und 18 Prozent der 18- bis 20-Jährigen sind aktuell verschuldet. Hauptsächliche Schuldenursache sind Ausgaben für den Konsum von Lebensmitteln, Süßigkeiten oder Getränken, für das abendliche Ausgehen oder das Handy bzw.ndie Telefonrechnung. Erfreulicherweise hat sich allerdings die durchschnittliche Schuldenhöhe im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass die hauptsächlichen Gläubiger der Jugendlichen - Eltern und Freunde - selbst den Gürtel enger schnallen müssen und deswegen weniger hohe Beträge verleihen können.
Quelle: Institut für Jugendforschung; www.ijf.de

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