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Jung und reich im Süden - Kaufkraft in Deutschland 2005

Die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen verfügt mit einem Jahresnettoeinkommen von 24.880 Euro pro Kopf über die höchste Kaufkraft in Deutschland. Auch die 50- bis 59-Jährigen mit 24.008 und die 30- bis 39-Jährigen mit 22.881 Euro sind im Durchschnitt zur Gruppe der Besserverdienenden zu zählen. Personen, die älter als 60 oder jünger als 30 sind, verfügen über ein zum Teil erheblich geringeres Durchschnittseinkommen. Betrachtet man die Gesamtvolumina, so haben die 40- bis 49-Jährigen mit 323 Milliarden Euro ebenfalls die Nase vorne, jedoch dicht gefolgt von den Senioren über 65 mit 293 Milliarden Euro. Bemerkenswert ist, dass die Pro-Kopf-Kaufkraft der Generation 50plus mit 21.244 Euro um mehr als 2.000 Euro pro Jahr höher ist als die der gern umworbenen Gruppe der Unter-50-Jährigen mit 19.131 Euro.
 
Die Aufschlüsselung der alterspezifischen Kaufkraft nach Stadt- und Landkreisen zeigt, dass bei den 20- bis 29-Jährigen Süddeutschland ganz vorn liegt, insbesondere der Landkreis Starnberg, in dem im Durchschnitt jede Person dieser Altersgruppe 21.459 Euro pro Jahr zur Verfügung hat. Dahinter liegen mit 20.281 Euro und 19.885 Euro der Landkreis München beziehungsweise die Stadt München. Deutschlandweit lässt sich bei dieser Altersgruppe ein Süd-Nord-Gefälle feststellen. Ganz anders sieht das Bild bei den Personen aus, die älter als 65 Jahre sind. Sie wohnen - vor allem soweit es die Besserverdienenden dieser Altersgruppe betrifft - etwa gleichermaßen in südlichen und nördlichen Regionen. Die Senioren mit der höchsten Kaufkraft in Deutschland leben im Hochtaunuskreis. Sie haben mit 27.462 Euro über 1.000 Euro mehr pro Jahr zur Verfügung, als ihre Altersgenossen im Main-Taunus-Kreis mit 26.421 Euro. Die Senioren mit der dritthöchsten Kaufkraft dieser Altersgruppe leben in dem zwischen Hamburg und Lübeck gelegenen Landkreis Stormarn und besitzen mit 24.916 Euro bereits rund 1.500 Euro weniger.
 
Unter Kaufkraftgesichtspunkten kann man München als Metropole der Jungen und Hamburg als Metropole der Älteren bezeichnen. So verfügen die rund 177.000 Münchner zwischen 20 und 29 Jahren über 3,5 Milliarden Euro Einkommen, während die rund 239.000 Hamburger der gleichen Altersgruppe 0,6 Milliarden Euro weniger besitzen. Dagegen liegt die Gesamtkaufkraft der über 65-Jährigen in Hamburg mit 7,5 Milliarden Euro deutlich über dem Münchener Niveau von 4,7 Milliarden Euro in dieser Altersgruppe. Die Schere zwischen Ost und West klafft am stärksten in der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen auseinander. In Westdeutschland liegt das durchschnittliche Einkommen in dieser Altersgruppe bei 25.703 Euro pro Einwohner und Jahr, in Ostdeutschland inklusive Berlin dagegen nur bei 17.830 Euro. Dagegen ist in der Ruhestandsgeneration ab 65 die Ost-West-Schere wieder erheblich eingeebnet. Im Westen liegt die durchschnittliche Kaufkraft hier bei 20.393 Euro, im Osten bei 17.077 Euro
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