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Kartoffeln und Gemüse bei Bio-Lebensmitteln vorn

Nach den zweistelligen Wachstumsraten in den vergangenen zehn Jahren hat die Bio-Branche in 2003 nur ein Umsatzplus von drei Prozent geschafft. Für das kommende Jahr rechnet die Branche deshalb auch nur mit einem maximalen Wachstum von 5 bis 6 Prozent. Die großen Handelsunternehmen haben mittlerweile ihre eigenen Bio-Marken im Markt etabliert.
 
Natürlich spielt dabei auch der Preis eine immer größere Rolle. Die Verbraucher erwarten, dass Bio-Lebensmittel bezahlbar bleiben, akzeptieren aber einen Mehrpreis von etwa 20 bis30 Prozent gegenüber Produkten aus herkömmlicher Erzeugung. Milchprodukte, Backwaren und Eier liegen meist in diesem Rahmen, nur für Fleisch und Wurstwaren wird oft ein Aufpreis von 50 bis 60 Prozent fällig. Während Bio-Kartoffeln mit 5 Prozent, Gemüse mit 3 Prozent und Brot mit 2 Prozent bereits einen gewissen Umsatzanteil im Lebensmitteleinzelhandel haben, liegen Fleisch, Wurst und Käse mit 0,8 bis 1,5 Prozent noch unter den Möglichkeiten. Der Verbrauch von Bio-Frischmilch hat sich dagegen in den letzten drei Jahren verdreifacht.
 
Gut ein Drittel aller Bio-Lebensmittel werden in Deutschland im konventionellen Handel verkauft. Naturkostfachgeschäfte setzen ein weiteres Viertel um, 18 Prozent werden direkt vermarktet, 9 Prozent gehen in Reformhäusern und 7 Prozent beim Bäcker oder Metzger über den Ladentisch. Die restlichen 5 Prozent fallen an Drogerien, Kioske, Versender, etc. 72 Prozent der Bio-Kunden kaufen sporadisch, jeder Fünfte gelegentlich, lediglich 8 Prozent sind Stammkunden
Quelle: Lebensmittel Zeitung; red-lz@dfv.de

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