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Katholische Kirche im freien Fall

Für zwei Drittel der Deutschen hat sich ihr Bild der katholischen Kirche aufgrund der bekanntgewordenen Missbrauchsfälle der letzten Wochen negativ verändert. Nur mehr neun Prozent haben noch ein positives Bild von der katholischen Kirche.
 
Nur zehn Prozent der Deutschen nehmen die katholische Kirche als eine vertrauenswürdige, ebenfalls zehn Prozent als eine glaubwürdige und nur knapp acht Prozent als eine ehrliche Institution wahr. 67 Prozent sind sogar der Meinung, dass die katholische Kirche versucht, Missbrauchsfälle zu vertuschen – nur 12 Prozent glauben hingegen, dass sie um lückenlose Aufklärung bemüht ist.
 
Vom Umgang mit den Vorwürfen 

 Vom Umgang mit den Vorwürfen

Und so sind 90 Prozent der Meinung, dass die katholische Kirche mit den Vorwürfen nicht richtig umgeht. Nur 18 Prozent glauben, dass präventive Maßnahmen ergreifen werden, um künftige sexuelle Übergriffe zu verhindern. Auch das Verhalten des Papstes sehen die meisten kritisch: 56 Prozent bezeichnen es als nicht angemessen.
 
Interessanterweise halten die Deutschen die gegenwärtigen Fälle von sexuellem Missbrauch nicht für Einzelfälle. 62 Prozent sind davon überzeugt, dass sie im System der katholischen Kirche begründet liegen. Die überwiegende Mehrheit spricht sich überdies für eine Reform traditioneller Regelungen aus: 80 Prozent plädieren für eine Abschaffung des Zölibats, 70 Prozent für eine Aufhebung des Beichtgeheimnisses bei Fällen von sexuellem Missbrauch.
 
Lösungsansätze 

 Lösungsansätze

Neben dem Zölibat als Hauptgrund (38 Prozent) sehen 29 Prozent das Wertesystem und die Regelungen der Kirche als Ursache solcher Vorkommnisse. Ebenfalls 29 Prozent vertreten die Meinung, dass Pädophilie eine Krankheit ist, welche in kirchlichen Organisationen in gleichem Ausmaß auftritt wie in der Gesellschaft.
 
Knapp die Hälfte der Katholiken vertrauen noch den Personen, die in ihrer eigenen Gemeinde tätig sind - allerdings würde lediglich noch rund ein Viertel die eigenen Kinder der Obhut der katholischen Kirche (z.B. kirchlicher Kindergarten, Schule, Internat, Chor) anvertrauen. Ein Drittel der Katholiken gibt an, der eigene Austritt aus der Kirche sei durch die Vorfälle wahrscheinlicher geworden. Weitere fünf Prozent sind aufgrund der Vorkommnisse bereits ausgetreten oder haben dies konkret vor. 
 
Das sind die Ergenisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage, die zehnvier gemeinsam mit GMI Inc. durchgeführt hat. Im Rahmen der Studie wurden deutschlandweit 1.031 Personen befragt.
Quelle: GMI

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