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Kaufkraft in Deutschland 2005

Im Jahr 2005 stehen den deutschen Verbrauchern Nettoerwerbseinkommen in Höhe von insgesamt 1.410 Milliarden Euro zur Verfügung, Transferleistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten inbegriffen. Pro Kopf entspricht dies einer Kaufkraft beziehungsweise einem durchschnittlichen verfügbaren Einkommen von 17.087 Euro im Jahr, die jeder Bundesbürger für Lebensunterhalt und Konsum ausgeben kann. Unter den 40 Regierungsbezirken in Deutschland steht Oberbayern mit durchschnittlich 20.091 Euro pro Einwohner und Jahr an der Spitze. Die Einwohner des Regierungsbezirks um München besitzen damit knapp 18 Prozent höhere Einkommen als der Bundesdurchschnitt. Ähnlich positive Werte können die Regierungsbezirke Darmstadt und Stuttgart verzeichnen. So liegt Darmstadt mit einem verfügbaren Einkommen von durchschnittlich 19.533 Euro auf dem zweiten Platz, der Regierungsbezirk Stuttgart folgt mit 19.097 Euro an dritter Stelle. 23 der 40 Regierungsbezirke in Deutschland verfügen über weniger als 17.087 Euro pro Kopf und Jahr. Auch Berlin fällt hinsichtlich des verfügbaren Einkommens in die schlechtere Hälfte. Die Kaufkraft in der Hauptstadt sank im letzten Jahr erstmals unter den Bundesdurchschnitt und liegt für 2005 mit 16.454 Euro auf Platz 25 der insgesamt 40 Regierungsbezirke.
 
Die Regierungsbezirke der neuen Bundesländer befinden sich in der Rangfolge zwar nach wie vor auf den hinteren Plätzen. Allerdings konnten sie für das Jahr 2005 insgesamt betrachtet erstmals ihren Abstand zum deutschen Durchschnitt verringern. Am besten schneiden hier die Regierungsbezirke Brandenburg, Leipzig und Dresden ab. Mit 14.115 Euro liegt Brandenburg etwa 17 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt und rangiert vor dem Regierungsbezirk Leipzig mit 13.959 Euro. An dritter Stelle folgen die Dresdener, die mit einem verfügbaren Einkommen von 13.812 Euro mit etwa 19 Prozent weniger auskommen müssen als der Bundesdurchschnitt. Nicht nur im Vergleich der neuen und alten Bundesländer, auch innerhalb der einzelnen Bundesländer bestehen teilweise große Unterschiede. So reicht die Kaufkraft in den sieben bayerischen Regierungsbezirken von 16.230 Euro in der an der tschechischen Grenze gelegenen Oberpfalz bis zu 20.091 Euro in Oberbayern. Auch im Bundesland Rheinland-Pfalz variiert die Höhe der Kaufkraft. Während sich Rheinhessen-Pfalz mit rund 18.000 Euro auf Platz 10 im Ranking behaupten kann, liegt der Regierungsbezirk Trier mit 15.587 Euro auf dem letzten Platz innerhalb der alten Bundesländer.
 
Auf Ebene der 439 Stadt- und Landkreise in Deutschland schwankt die Kaufkraft zwischen Werten von rund 11.000 und fast 24.000 Euro. Auch hier gibt es deutliche Ungleichverteilungen nicht nur im Ost-West-Vergleich. So bestehen beispielsweise in den 96 bayerischen Stadt- und Landkreisen große Unterschiede zwischen ärmeren und reicheren Regionen. Im reichsten Landkreis Starnberg - nach dem Hochtaunuskreis die wohlhabendste Region unter den 439 Stadt- und Landkreisen in Deutschland - beträgt die Kaufkraft 23.644 Euro. In einigen anderen bayerischen Regionen müssen die Einwohner hingegen mit weniger als zwei Drittel dieses Betrags auskommen. Ähnlich verhält es sich im kaufkraftschwächsten deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Mit 15.280 Euro liegt die Hauptstadt Schwerin zwar rund 10 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, dennoch rangiert sie unter den 18 Stadt- und Landkreisen dieses Bundeslands an erster Stelle. In anderen Stadt- und Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns stehen den Einwohnern hingegen weniger als 12.000 Euro zur Verfügung.
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