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Kaufkraft in den europäischen Regionen - Oft liegen arm und reich nah beieinander

Liechtensteins Einwohner sind mit einem verfügbaren Jahresnettoeinkommen von rund 42.000 Euro Spitzenreiter in Europa, gefolgt von den Schweizern mit 25.691 Euro, den Luxemburgern mit 25.210 und den Norwegern mit rund 20.000 Euro pro Einwohner im Durchschnitt. Deutschland liegt mit 17.087 Euro Pro-Kopf-Einkommen jährlich hinter Dänemark und Großbritannien auf dem 10. Platz. Betrachtet man einzelne Regionen in Europa, so befinden sich allein in der Schweiz 15 der 18 wohlhabendsten Regionen Europas - angeführt von Genf mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von rund 32.000 Euro.
 
Im unteren Bereich der Rangfolge nach verfügbarem Einkommen befinden sich die Länder Zentral- und Osteuropas. Doch auch zwischen diesen gibt es signifikante Unterschiede: Während die Slowenen mit 8.391 Euro jährlich über das höchste Einkommen in dieser Region verfügen, kommen Weißrussen mit 578 Euro, Ukrainer mit 515 Euro und schließlich Moldawier mit im Schnitt 280 Euro Jahreseinkommen aus. Auch die EU-Beitrittskandidaten Rumänien und Bulgarien verfügen lediglich über eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 1.661 Euro bzw. 1.544 Euro. In der Europäischen Union sind neben den Einwohnern Luxemburgs die Iren mit rund 18.000 Euro und die Österreicher mit 17.699 Euro Spitzenreiter. Dagegen rangieren Slowaken und Letten mit einem Einkommen von weniger als 3.000 Euro im Jahr am Ende der Rangfolge.
 
Für einen internationalen Vergleich ist es sinnvoll, den unterschiedlichen Preisniveaus und Lebenshaltungskosten der einzelnen Länder Rechnung zu tragen. Die Schweiz, die hinsichtlich der nicht-preisbereinigten Kaufkraft die Nummer 2 Europas ist, rückt nun in deutlichem Abstand zu Liechtenstein und Luxemburg mit rund 19.700 Euro auf Platz 3. Es folgen Österreich, Großbritannien, Frankreich, Norwegen, Belgien und Deutschland, in denen die preisbereinigte Kaufkraft zwischen 16.000 und knapp 18.000 Euro liegt. Auch in dieser Betrachtung sind die absolut ärmsten Länder Europas Albanien, Belarus, Ukraine und Moldawien.
 
Innerhalb der einzelnen Länder gibt es ebenfalls große regionale Einkommensunterschiede - so beispielsweise in den 45 polnischen Podregionen. Die Kaufkraft der Warschauer Bürger beispielsweise liegt 55 Prozent über dem polnischen Durchschnitt, die Kaufkraft der Bewohner einiger ostpolnischer Regionen dagegen mehr als 20 Prozent unter dem Landesdurchschnitt. Blicken die Polen an der deutsch-polnischen Grenze nach Westen, ist die Einkommenskluft auch unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Preise sehr groß: Während ein Pole durchschnittlich über 6.949 Euro verfügt, stehen seinem deutschen Nachbarn 16.207 Euro zur Verfügung. Blicken sie jedoch nach Osten, zeigt sich an den Grenzen zu Weißrussland (1.815 Euro) und der Ukraine (1.853 Euro) auch ein hohes Wohlstandsgefälle, diesmal jedoch mit umgekehrten Vorzeichen.
Quelle: GfK Marktforschung; www.gfk.de

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