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Keine heiße Luft: Billigflüge kommen beim Verbraucher an

Für eine Handvoll Euro ins Flugzeug steigen und in fast jeden Winkel der Erde jetten? Kein Problem angesichts der immer zahlreicher in den Markt drängenden Billigfluggesellschaften. Deren Offerten klingen verheißungsvoll und werden - trotz einiger Abstriche zum Beispiel in punkto Komfort – vom Verbraucher gerne wahrgenommen, denn für ihn zählt vor allem der Preis. Mehr noch: Das Billigfliegen verleitet viele Menschen dazu, öfter als geplant den Luftweg zu wählen. Dünner wird die Luft allerdings für die etablierten Anbieter, die zunehmend unter Preisdruck geraten. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die bei 500 Trendsettern durchgeführt hat. Die Umfrageteilnehmer wurden anhand einer von Bernad Batinic (Universität Erlangen-Nürnberg) neu entwickelten Trendsetter-Skala ausgewählt und weisen somit eine besonders hohe Affinität zu aktuellen Trends auf.
 
Unbestritten ist, dass sich die Flut der Billigfluganbieter erheblich auf den Markt auswirkt. Deutlich fällt auch die Einschätzung der Trendsetter aus, ob diese Veränderungen eher positiv oder negativ sein werden: 73 Prozent rechnen mit positiven Veränderungen, nur 19 Prozent befürchten negative Einflüsse. Insgesamt werden die günstigen Angebote dafür sorgen, dass die Anzahl der Flüge zunimmt - davon zeigen sich 66 Prozent überzeugt.
 
Billigere Flüge = weniger Sicherheit?
Auf die Frage, welche positiven Veränderungen denn zu erwarten seien (Mehrfachnennungen waren möglich), gaben 96 Prozent deutlich günstigere Angebote an. Immerhin 74 Prozent erhoffen sich eine größere Angebotsvielfalt, während 31 Prozent mit kürzeren Wartezeiten rechnen. Diejenigen, die eher negative Entwicklungen erwarten, sehen diese hauptsächlich im Bereich Sicherheit und Service. 87 Prozent halten eine schlechtere technische Überwachung für wahrscheinlich, 85 Prozent einen schlechteren Service. 71 Prozent glauben an eine steigende Anzahl von Unfällen.
 
Preisnachlässe der Etablierten sind zu erwarten
„Konkurrenz belebt das Geschäft“, heißt es. Entsprechend schätzen 81 Prozent der Befragten, dass die renommierten Fluggesellschaften durch die billigen Wettbewerber über kurz oder lang ebenfalls zu Preisnachlässen gezwungen werden. Denn der Preis – und nur der Preis – entscheidet: Mit 48 Prozent gibt knapp die Hälfte an, bei der Buchung von Flügen allein auf die Kosten zu achten. Allerdings ist auch die Bereitschaft, dafür Abstriche beim Komfort zum Beispiel bei der Beinfreiheit oder beim Service zu machen, nicht unbegrenzt: 51 Prozent halten solche Zugeständnisse nur bei Kurzflügen für tolerabel, 18 Prozent buchen deswegen grundsätzlich lieber bei einer renommierten Fluggesellschaft. Zudem sind längst nicht alle Nachteile des Billigfliegens bekannt: 81 Prozent wissen nicht, dass „Billig“-Passagiere beim Umsteigen - im Gegensatz zu herkömmlichen Flügen - erneut ein- beziehungsweise auschecken müssen.
 
Europarouten bevorzugt
Die Teilnehmer der Umfrage fliegen überwiegend aus privaten Gründen (68 Prozent), während der Luftweg bei jedem Zehnten der Befragten zu geschäftlichen Zwecken gewählt wird. Mehr als die Hälfte der Befragten steuert vorwiegend innereuropäische Ziele an (55 Prozent). 10 Prozent nutzen die schnelle Verbindung für Reisen nach Nord- und Südamerika, acht Prozent bewegen sich vorwiegend im innerdeutschen Raum und für gerade mal vier Prozent lautet das Ziel „Fernost“. 44 Prozent gaben an, ein bis zwei Mal pro Jahr ein Flugzeug zu besteigen, 23 Prozent tun dies höchstens drei bis fünf Mal. 17 Prozent bevorzugen generell andere Reiseverkehrsmittel.
Quelle: Dialego AG; Theo.Waber@dialego.de

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