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Kindergarten gebührenfrei?

Der Uno-Sonderberichterstatter für Bildung, Muñoz, hat nach einer Inspektionsreise durch deutsche Kindergärten und Schulen unter anderem kritisiert, daß Kindergärten in Deutschland kostenpflichtig sind. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat schon Anfang des Jahres den Vorschlag gemacht, daß die Kommunen, die bislang den Hauptanteil der Kindergartenkosten tragen, auch den Anteil der Eltern mit übernehmen sollten. Vorschläge zur Gebührensenkung oder -befreiung werden in der Bevölkerung gern gehört. 56 Prozent fänden es gut, wenn die Gemeinden und Städte die Kosten für die Kindergärten ganz übernehmen. Daß ein solcher Vorschlag von denen, die selber Kinder im Kindergartenalter haben, ganz besonders begrüßt wird (74 Prozent), liegt auf der Hand.
 
Bei einer genaueren Abwägung des Vorschlags, die Elternkosten für den Kindergarten ganz auf die Kommunen abzuwälzen, werden viele aus der Bevölkerung allerdings nachdenklich, und die Mehrheit, die für eine gänzliche Kostenbefreiung ist, wird deutlich kleiner. 46 Prozent betonen unter diesen Umständen weiterhin: Auch wenn es für die Gemeinden finanziell schwierig wird, das Geld für die Kindergärten aufzubringen:"Für die Eltern wäre die Abschaffung der Kindergartengebühren eine große Entlastung", für die die Gemeinden woanders sparen sollten. Aber fast ebenso viele Befragte (41 Prozent) sprechen sich gegen eine Gebührenbefreiung der Eltern aus, weil sie erwarten, daß sich aufgrund der schlechten Finanzlage der Gemeinden "die Qualität der Betreuung in den Kindergärten deutlich verschlechtern würde". Daß eine Kostenbefreiung Kosten nicht aus der Welt schafft, ist den meisten klar. Wenn die Kommunen die Kosten übernehmen, kommen diese mit hoher Wahrscheinlichkeit am Ende bei der Allgemeinheit, in diesem Fall bei den Bürgern der Städte und Gemeinden wieder an. Deshalb plädieren vor allem diejenigen, die keine Kinder haben, gegen die Gebührenbefreiung des Kindergartens. Junge Familien (70 Prozent) und Alleinerziehende (53 Prozent) unterstützen auch unter dem Gesichtspunkt einer Kostenabwägung weiterhin mehrheitlich den Vorschlag zur Gebührenbefreiung.
Quelle: IfD Allensbach; www.ifd-allensbach.de

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