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Konjunkturerwartung steigt, während Konsumneigung auf der Stelle tritt

Während deutsche Unternehmer (ifo) und Finanzanalysten (ZEW) aktuell zuversichtlich in die Zukunft sehen, sprechen die Erwartungen und Stimmungen der deutschen Verbraucher weiterhin eine uneinheitliche Sprache. Die Erwartungen an die Konjunktur steigen. Der Indikator Konjunkturerwartung (Frage: "Was glauben Sie, wie wird sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten entwickeln? Verbessern - gleich bleiben - verschlechtern ?") stieg bereits zum dritten Mal in Folge umf 3,5 auf aktuell 9,2 Punkte. Dennoch ist die Stimmung keineswegs euphorisch, denn der Indikatorwert bleibt weiterhin unter dem langjährigen Durchschnittswert. Die Anschaffungsneigung tritt auf der Stelle, der Indikator (Frage: "Glauben Sie, dass es zur Zeit ratsam ist, größere Anschaffungen zu tätigen?") legte zwar im August um 0,7 Punkte zu, der aktuelle Wert von 33,2 Punkten zeigt aber, wie sehr sich die Verbraucher derzeit immer noch verunsichert fühlen. Die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung des Arbeitsmarktes verhindern einen spürbaren Anstieg der seit fast zwei Jahren sinkenden Konsumneigung. Die Einkommenserwartung sinkt aktuell ebenfalls. Der Indikator (Frage: "Wie wird sich - Ihrer Ansicht nach - die finanzielle Lage Ihres Haushalts in den kommenden zwölf Monaten entwickeln?") sank um 3,3 auf jetzt -5,9 Punkte. Die Vorfreude, durch die Steuerreform mehr Bares im Portemonnaie zu haben, wurde durch die Diskussion um Art und Ausmaß der Gegenfinanzierung wieder relativiert.
 
Insbesondere der positiven Konjunkturerwartung ist es zu verdanken, dass sich das aus der Entwicklung mehrerer Indikatoren extrapolierte Konsumklima weiter stabilisiert und ganz leicht nach oben tendiert. Für September dieses Jahres prognostiziert der Gesamtindikator einen Wert von 4,8 Punkten (nach 4,6 Punkten im August). Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Konsumkonjunktur im weiteren Verlauf des Jahres stabil weiterentwickelt - allerdings ohne die erhoffte Dynamik zu zeigen. Eine spürbare Belebung des Konsumklimas wird vor allem erst dann eintreten, wenn sich die Arbeitsmarktlage deutlich verbessert. Mehr Berechen- und Planbarkeit in Bezug auf Einkommen und soziale Belastungen würden einer Erholung des Konsumklimas zusätzliche Impulse geben.
Quelle: GfK Marktforschung; rolf.buerkl@gfk.de

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