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Konsumklima – Frühling noch nicht in Sicht

Es fällt den Verbrauchern zu Beginn dieses Jahres nach wie vor schwer, eine deutliche Richtung hinsichtlich der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und ihrer persönlichen finanziellen Situation zu erkennen. Die Nachwehen der Hypothekenkrise in den USA sind ebenso spürbar wie die Verunsicherung, die von der instabilen US-Konjunkturentwicklung, der derzeit hohen Inflationsrate und der schwankenden Stimmung an den Börsen ausgeht.
 
Dennoch erhalten die Konsumenten auch weiterhin positive Signale. Die Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt erscheint stabil, die Aussichten auf großzügige Tarifabschlüsse sind gut, und die deutsche Wirtschaftsentwicklung zeigt nach wie vor aufwärts. Dieses insgesamt uneinheitliche Bild führt im Februar dazu, dass die Einkommenserwartung den Verlust aus dem Januar wieder aufholt, Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung jedoch nach der leichten Erholung im Vormonat wieder sinken.
 
Konjunkturerwartung: Hypothekenkrise nach wie vor aktuell
 
Die leichte Verbesserung der Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung im Januar war nicht von langer Dauer. Nach einem Anstieg um gut 5 Punkte zu Jahresbeginn sinkt der Indikator im Februar deutlich um 14,1 Punkte auf einen Wert von 14,6. Die Konjunkturerwartung präsentierte sich letztmals Ende 2006 ähnlich verhalten. Vor allem die Hypothekenkrise in den USA sorgt mit ihren Auswirkungen auf diverse deutsche Banken sowie durch ihren grundsätzlich dämpfenden Einfluss auf die US-Konjunktur für nachhaltige Verunsicherung. Die Verbraucher können nach wie vor nur schwer erkennen, inwieweit die deutsche Wirtschaft von einer eventuellen Rezession in den USA in Mitleidenschaft gezogen würde. Dagegen ließen sich die Verbraucher in ihren Erwartungen an die Konjunktur nach den alarmierenden Einbrüchen im Vormonat nicht mehr von der Börsenentwicklung beirren.
 
Einkommenserwartung: stabile Preise für positiven Trend wichtig
 
Nach einem leichten Verlust im Januar zeigt der Indikator Einkommenserwartung in diesem Monat wieder nach oben. Er steigt um 4,2 auf derzeit minus 0,5 Punkte. Damit befindet sich die Erwartung der Verbraucher an die eigene finanzielle Lage nach zwei leichten Rückgängen in Folge wieder auf dem Niveau von November 2007. Zwar kommt der Aufschwung in Form steigender Löhne inzwischen bei den Verbrauchern an. Die Angst, dass dies durch deutliche Preissteigerungen jedoch wieder zunichte gemacht wird, ist nach wie vor spürbar. Seit Herbst letzten Jahres scheinen sich die Hoffnung auf gute Tarifabschlüsse und die Inflationsängste dabei weitgehend die Waage zu halten. Der Indikator schwankt seit September 2007 in einem Band zwischen 2,3 und minus 4,7 Punkten und lässt keine klare Entwicklung erkennen. Für einen deutlich positiven Trend in der Zukunft sind vor allem stabilere Preise von entscheidender Bedeutung.
 
Anschaffungsneigung: beunruhigte Verbraucher
 
Nach zwei Anstiegen in Folge gibt die Anschaffungsneigung der deutschen Verbraucher im Februar wieder deutlich nach. Nach einem Wert von minus 8,8 Punkten im Januar sinkt der Indikator auf minus 15 Punkte. Die verhaltenen positiven Signale der Vormonate sind damit erst einmal wieder Makulatur. Vor allem die Sorge um steigende Preise veranlasst die Konsumenten vermutlich nach wie vor, größere Anschaffungen mit Zurückhaltung zu betrachten.
 
Konsumklima: stabil auf moderatem Niveau
 
Der gegenläufige Zick-Zack-Kurs der Einzelindikatoren führt insgesamt zu einem Verharren des Konsumklimas auf unverändertem Niveau. Der Gesamtindikator prognostiziert für März mit 4,5 Punkten eine im Vergleich zu den beiden Vormonaten unveränderte Verbraucherstimmung. Für die Verbraucher ist derzeit keine klare Richtung zu erkennen. Für eine nachhaltig positive Entwicklung des Konsumklimas ist es entscheidend, dass die Rahmenbedingungen wieder eindeutig nach oben zeigen. Eine weiterhin gute Lage am Arbeitsmarkt ist Voraussetzung dafür, dass der private Verbrauch in diesem Jahr einen positiven Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten kann. Auch die Preise bei Energie, Benzin und Lebensmitteln sollten sich auf einem für die Verbraucher akzeptablen Niveau bewegen.
Quelle: GfK; www.gfk.com

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