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Konsumklima: Privater Konsum bleibt schwach

Die Stimmung der Deutschen ist zur Mitte des Jahres weiterhin von Unsicherheit geprägt. Die Verbraucher beurteilen weder die Wirtschaftsentwicklung noch die Aussichten der eigenen finanziellen Zukunft positiv. Auffällig ist, dass sie sich dennoch vorstellen können, in naher Zukunft größere Anschaffungen zu tätigen. Trotz der positiveren Entwicklung der Anschaffungsneigung fällt der Konsumklimaindikator zum vierten Mal in Folge und prognostiziert - nach revidiert 3,4 Punkten im Juli - für August einen Wert von 2,9 Punkten. Der aktuellen Entwicklung entsprechend revidiert die GfK ihre Prognose für das Wachstum des privaten Konsums von 0,4 auf 0,2 Prozent.
 
Dem Verlauf aller Indikatorenwerte, die die Stimmung der Verbraucher repräsentieren, ist in den letzten Monaten eines gemein: eine uneinheitliche, zur Inkonsistenz neigende Entwicklung, die seit Monaten durch ein mehr oder weniger großes Auf und Ab charakterisiert. Für Juli weist der Indikator Konjunkturerwartung einen Wert von minus 15,7 Punkten auf - gut zwei Punkte weniger als im Vormonat. Der Indikator Einkommenserwartung büßte im Juli knapp 5 Punkte ein und liegt mit minus 14,8 Punkten etwa auf Vorjahresniveau. Mit einem Plus von knapp 13 Punkten wurden die Verluste des Indikator Anschaffungsneigung aus dem zweiten Quartal nahezu wettgemacht. Aktuell liegt der Indikatorwert bei minus 13,1 Punkten. Ein Grund für den Anstieg der Anschaffungsneigung im Juli könnte - paradoxerweise - die Diskussion um die Mehrwertsteuererhöhung sein. Die Konsumenten erwarten, dass vom nächsten Jahr an viele Güter und Dienstleistungen teurer werden, und glauben vermutlich, dass es besser sei, größere Anschaffungen in naher Zukunft zu tätigen, als dieses aufzuschieben. Der Gesamtindikator Konsumklima dagegen fällt seit vier Monaten. Für August prognostiziert der Indikator einen Wert von 2,9 Punkten - nach revidiert 3,4 im Juli. Eine Trendwende ist weiterhin nicht in Sicht. Das ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die deutschen Verbraucher derzeit weder der Politik noch der Wirtschaft zutrauen, dass diese in der Lage sind, in Bezug auf die Konjunktur und damit auch die Arbeitsmarktlage eine Wende herbeizuführen.
 
Die Konsumenten in Deutschland stehen mit der insgesamt pessimistischeren Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung im Widerspruch zu den Finanzanalysten und Unternehmen. Denn die Indizes sowohl der ZEWStudie zu den Konjunkturerwartungen als auch der ifo-Geschäftsklimaindex legten im Juli deutlich zu.
Quelle: GfK; www.gfk.de

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