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Konsumklima bleibt positiv

Nach wie vor läßt die drohende Mehrwertsteuererhöhung im kommenden Jahr die Verbraucher nicht nur über größere Anschaffungen nachdenken, sondern diese auch tätigen. So hat die Verbraucherstimmung in Deutschland bereits zum dritten Mal in diesem Jahr einen historischen Höchstwert erreicht. Seit mehreren Monaten zeigt sich, dass die Bereitschaft, größere Anschaffungen vorzuziehen, tendenziell stärker steigt, je näher der 1. Januar 2007 rückt.
 
Den beiden anderen Aspekten des Konsumklimas - den Erwartungen an Einkommen und Konjunktur - stehen die Verbraucher allerdings weiterhin skeptischer gegenüber. Die Erwartung der Verbraucher an die eigene Einkommensentwicklung ist leicht gesunken. Aber der Rückgang der Konjunkturerwartungen der vergangenen drei Monate scheint vorerst gestoppt. Im September legte der Indikator gegenüber dem Vormonat einen Punkt auf einen Wert von 12,4 Punkten zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Konjunkturerwartung damit um knapp 17 Punkte höher.
 
Obwohl die Vorschusslorbeeren der großen Koalition, die noch am Anfang des Jahres für sehr hohe Erwartungen an die Konjunktur gesorgt hatten, inzwischen verflogen zu sein scheinen, kann von Pessimismus bei den Verbrauchern noch keine Rede sein. Die positiven Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr 2006 und die sich verdichtenden Anzeichen einer Wende am Arbeitsmarkt sorgen für eine Konjunkturerwartung, die sich leicht über dem langfristigen Durchschnitt behauptet.
 
Die Verbraucher rechnen offensichtlich trotz finanzieller Belastungen ab Januar 2007 durch die höhere Mehrwertsteuer und den Wegfall einiger steuerlicher Vergünstigungen mit einer soliden wirtschaftlichen Entwicklung.
 
Auch die fortdauernden Diskussionen um Zeitpunkt und Ausgestaltung der Gesundheitsreform scheinen die Konjunkturhoffnungen derzeit nicht weiter in Mitleidenschaft zu ziehen. Die moderate Zuversicht der Verbraucher deckt sich nicht mit den gesunkenen Erwartungen der Finanzanalysten (ZEW-Konjunkturerwartungen) und Unternehmen (ifo-Geschäftsklima).
Quelle: GfK Marktforschung, Nürnberg; Dirk Moersdorf

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